Astralreisen gefährlich? Mythen, Risiken & sichere Praxis
Inhalt
Astralreisen gelten unter erfahrenen Praktizierenden als sicher – die verbreiteten Schauergeschichten stammen aus Filmen, nicht aus der Praxis. Die drei größten Mythen halten der Erfahrungsliteratur nicht stand: Es gibt keine glaubwürdigen Berichte über eine durchtrennte silberne Schnur, eine „Besetzung“ des Körpers durch fremde Wesen ist ein Horrorfilm-Motiv, und Steckenbleiben ist nicht möglich – schon ein Gedanke an die eigenen Hände oder ein tiefer Atemzug beendet die Erfahrung. Die realen Risiken sind psychologischer Natur: Angst beim Übergang, Schlaflähmung (die natürliche Muskelblockade des Traumschlafs, unangenehm aber harmlos), kurze Desorientierung, Eskapismus und Schlafmangel durch nächtliche Übungstechniken. Sicher bleibt die Praxis mit sieben Regeln: Raum reinigen, Schutz setzen, klare Absicht formulieren, nie in Angst oder unter Substanzeinfluss üben, den Rückweg kennen, danach erden und ein Reisetagebuch führen. Wenn Ängste stark belasten, der Schlaf leidet oder eine Entfremdung vom Alltag entsteht: Pause einlegen und Begleitung suchen – Astralreisen ersetzen keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung.
Die silberne Schnur kann reißen und der Reisende dabei sterben.
Quelle/Tradition: Populärer Mythos; in der OBE-Erfahrungsliteratur existieren keine glaubwürdigen Berichte dazu
Schlaflähmung beim Ein- und Ausstieg ist die natürliche Muskelblockade des Traumschlafs, die kurz in den Wachzustand hinüberreicht.
Quelle/Tradition: Schlafforschung zur Schlafparalyse (REM-Atonie); gut dokumentiertes Phänomen
Ein Gedanke an den eigenen Körper beendet die Reise sofort – Steckenbleiben ist nicht möglich.
Quelle/Tradition: Übereinstimmende Erfahrungsberichte Praktizierender
Raumreinigung mit Palo Santo oder Salbei und eine vorgestellte Schutzlichtkugel sichern die Praxis energetisch ab.
Quelle/Tradition: Verbreitete Ritualpraxis; energetische Schutzwirkung ist nicht nachgewiesen
Die tatsächlichen Risiken sind psychologisch: Angst, Desorientierung, Eskapismus und Schlafmangel.
Quelle/Tradition: Psychologische Literatur zu dissoziativen Erfahrungen und Schlafhygiene
BELEGT = wissenschaftlich oder amtlich nachprüfbar · ÜBERLIEFERT = historisch/traditionell dokumentiert · GELEBTE PRAXIS = verbreitete Anwendung, Erfahrungswerte · NICHT BELEGT = spirituelle Deutung, wissenschaftlich nicht nachgewiesen.
„Ist eine Astralreise gefährlich? Kann ich stecken bleiben? Was, wenn etwas in meinen Körper schlüpft?“ – kaum ein Thema der spirituellen Praxis ist so von Ängsten umrankt wie das außerkörperliche Reisen. Viele dieser Befürchtungen stammen aus Filmen und Schauergeschichten, nicht aus der Erfahrung erfahrener Praktizierender. In diesem Guide trennen wir nüchtern Mythos von Realität, benennen die tatsächlichen – meist psychologischen – Risiken ehrlich und geben dir sieben klare Regeln an die Hand, mit denen deine Praxis sicher und stabil bleibt.
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Was ist eine Astralreise eigentlich?
Eine Astralreise – auch außerkörperliche Erfahrung oder OBE (Out-of-Body Experience) genannt – beschreibt das Erlebnis, das eigene Bewusstsein vom physischen Körper getrennt wahrzunehmen. Praktizierende berichten, dass sie ihren Körper „von außen“ sehen oder sich frei durch Räume bewegen. Aus spiritueller Sicht löst sich dabei der feinstoffliche „Astralkörper“, verbunden durch die berühmte „Silberschnur“. Aus Sicht der Schlafforschung handelt es sich um einen besonderen Bewusstseinszustand an der Schwelle zwischen Wachen und Träumen, oft im Zusammenhang mit luziden Träumen.
Welche Deutung dir näher liegt, ist für die Praxis zweitrangig. Entscheidend ist: Das Erlebnis ist subjektiv real, eindrucksvoll – und in aller Regel harmlos.
Die großen Mythen – ruhig betrachtet
Mythos 1: „Wird die Silberschnur durchtrennt, sterbe ich.“ In der gesamten Erfahrungsliteratur gibt es keine glaubwürdigen Berichte über eine durchtrennte Silberschnur. Sie gilt als unzerstörbar – der Faden, der dich immer zurückführt.
Mythos 2: „Ein fremdes Wesen besetzt meinen Körper.“ Dein Bewusstsein bleibt mit deinem Körper verbunden. Die Vorstellung der „Besetzung“ stammt aus Horrorfilmen, nicht aus der Praxis. Ein klar gesetzter Schutz und eine ruhige Haltung genügen.
Mythos 3: „Ich finde nicht mehr zurück.“ Schon der kleinste Impuls – ein Gedanke an deine Hände, ein tiefer Atemzug – holt dich sofort zurück. Eher ist das Gegenteil das Problem: Viele kehren schneller zurück, als ihnen lieb ist.
Die realen Risiken – ehrlich benannt
Die tatsächlichen Herausforderungen sind psychologischer Natur, nicht übernatürlich:
- Angst und Schlaflähmung: Der Übergang kann von einem Gefühl der Lähmung, Vibrationen oder Druck begleitet sein. Das ist die natürliche Schlafparalyse – unangenehm, aber ungefährlich.
- Desorientierung: Direkt nach einer intensiven Reise kann man kurz benommen sein. Gute Erdung löst das schnell.
- Eskapismus: Wer den Alltag dauerhaft flieht, sollte innehalten. Astralreisen sollen das Leben bereichern, nicht ersetzen.
- Schlafmangel: Manche Techniken unterbrechen den Schlaf. Achte darauf, ausreichend zu ruhen.
Sichere Praxis: 7 Regeln
1. Reinige den Raum
Beräuchere dein Zimmer vorher mit Palo Santo oder Salbei und schaffe so eine ruhige, klare Atmosphäre.
2. Setze einen Schutz
Stelle dir vor dem Üben eine schützende Lichtkugel um dich vor und formuliere: „Nur Wohlwollendes hat Zutritt.“ Tiefer gehst du im Beitrag zum energetischen Schutz.
3. Klare Absicht
Lege fest, wohin du möchtest oder was du erfahren willst. Eine klare Absicht gibt der Reise Struktur und Sicherheit.
4. Übe nicht in Angst
Reise nie, wenn du dich ängstlich, erschöpft oder unter Einfluss von Alkohol oder Substanzen fühlst. Ruhe und Gelassenheit sind die beste Grundlage.
5. Kenne den Rückweg
Ein Gedanke an deinen Körper holt dich sofort zurück. Dieses Wissen allein nimmt die meiste Angst.
6. Erde dich danach
Trink Wasser, iss eine Kleinigkeit, berühre den Boden. Erdung schließt die Reise sauber ab.
7. Führe ein Reisetagebuch
Notiere jede Erfahrung. So erkennst du Muster, baust Vertrauen auf und vertiefst deine Praxis.
Schlafparalyse richtig einordnen
Das gefürchtetste Begleitsymptom ist die Schlaflähmung: Du bist wach, kannst dich aber kurz nicht bewegen, manchmal begleitet von Druck auf der Brust oder dem Gefühl einer Präsenz. Die Schlafforschung erklärt dies durch die natürliche Muskelblockade des Traumschlafs, die kurz in den Wachzustand hinüberreicht. Es ist ein harmloses, weit verbreitetes Phänomen. Atme ruhig, bewege bewusst einen Finger oder Zeh – die Lähmung löst sich innerhalb von Sekunden.
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