Colin Bedell: Der Astrologe, der das Horoskop als Erlaubnis liest — nicht als Vorhersage
Die meisten bekannten Astrologen verkaufen Vorhersage. Colin Bedell verkauft Erlaubnis — und hat dafür einen überlieferten Symbolbestand an genau den Stellen umgebaut, an denen er heterosexuelle Leser voraussetzte. Ein belegtes Porträt.
Wer als Astrologe ein Millionenpublikum erreicht, kommt fast immer über dieselbe Frage dorthin: Was passiert als Nächstes? Colin Bedell hat seine Laufbahn darauf gebaut, genau diese Frage weitgehend zu verweigern. Er schreibt Wochenhoroskope für Cosmopolitan, hat vier Bücher bei etablierten Verlagen und war bei Good Morning America im Fernsehen — und was seine Arbeit nach eigener Beschreibung leistet, ist keine Prognose. Es ist eine Erlaubnis.
Inhalt
Colin Bedell ist ein in New York City lebender Astrologe und Autor, Mitgründer von QueerCosmos und wöchentlicher Horoskop-Autor für Cosmopolitan.com. Er hat vier astrologische Titel veröffentlicht, darunter Queer Cosmos (2019) und das Orakeldeck Star-Crossed, unterrichtet am Omega Institute und in Kripalu und startete im September 2026 die Gesprächssendung What Time Were You Born?. Seine Besonderheit: Er versteht das Geburtshoroskop als Erlaubnisstruktur — als gemeinsame Sprache zum Selbsterkennen — und ausdrücklich nicht als Vorhersage. Keiner seiner Titel liegt bislang auf Deutsch vor. Das alles ist kein Beleg dafür, dass Astrologie funktioniert.
Colin Bedell schreibt das wöchentliche Horoskop für Cosmopolitan.com (US-Ausgabe).
Quelle/Tradition: Simon & Schuster, Autorenseite; Omega Institute, Lehrendenprofil
Er ist Mitgründer von QueerCosmos, einer astrologischen Anlaufstelle für LGBTQIA+-Menschen und deren Umfeld.
Quelle/Tradition: Simon & Schuster; Omega Institute; Kripalu
Queer Cosmos: The Astrology of Queer Identities & Relationships erschien unter der ISBN 9781627782937.
Quelle/Tradition: Simon & Schuster, Verlagskatalog
Star-Crossed, ein 44-Karten-Orakeldeck mit Begleitbuch, erschien bei Simon & Schuster (ISBN 9781668028100).
Quelle/Tradition: Simon & Schuster, Verlagskatalog
Er hat einen Bachelor in Literaturwissenschaft der New School und einen Master in Fashion Studies der Parsons School of Design.
Quelle/Tradition: Simon & Schuster, Autorenseite
Er war Vizepräsident des Long-Island-Ortsverbands des National Council for Geocosmic Research.
Quelle/Tradition: Simon & Schuster, Autorenseite; eigene Website
Er unterrichtet am Omega Institute und in Kripalu und hat auf der United Astrology Conference sowie der Northwest Astrological Conference gelehrt.
Quelle/Tradition: Lehrendenverzeichnisse von Omega Institute und Kripalu; NORWAC-Sprecherliste
Sein Podcast What Time Were You Born? erschien im September 2026 und wird unter Spiritualität geführt.
Quelle/Tradition: Apple-Podcasts-Katalog, Collection-ID 6805746254; Spotify-Show 1ZM20BrF3MHeraEaoEyTDK
Er wirkte 2022 als Astrologe an der Serie Written in the Stars mit; institutionelle Kurzbiografien nennen Discovery+, seine Website HBO Max — Folge der Zusammenlegung des Streamingkatalogs.
Quelle/Tradition: Omega Institute, Kurzbiografie; colinbedell.com
Nach unserer Recherche liegt keiner seiner vier Titel in deutscher Übersetzung vor.
Quelle/Tradition: Eigene Recherche in Verlags- und Handelskatalogen; kein deutscher Verlagseintrag gefunden
Er begann mit elf Jahren, sich mit Astrologie zu beschäftigen, und startete QueerCosmos 2017.
Quelle/Tradition: colinbedell.com, Eigenangabe; nicht unabhängig bestätigt
Er wurde bei der Northwest Astrological Conference unter die fünf bestbewerteten Vortragenden gewählt.
Quelle/Tradition: colinbedell.com, Eigenangabe; keine unabhängige Bestätigung gefunden
Seine Beratungen dauern 60 Minuten, werden aufgezeichnet, rechnen mit Placidus-Häusern, sind ressourcenorientiert und enden mit einem Handlungsplan; ausgewiesen mit 399 US-Dollar.
Quelle/Tradition: colinbedell.com, Leistungsbeschreibung in der veröffentlichten Fassung
Ein Geburtshoroskop zeigt oder bestimmt die sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität eines Menschen.
Quelle/Tradition: Kein Beleg; Bedell selbst erhebt diese Behauptung nicht
Die Planetenstellungen zum Geburtszeitpunkt hängen mit Persönlichkeit, Beziehungen oder Lebensverlauf zusammen.
Quelle/Tradition: Keine kontrollierte Studie belegt dies; Bedell nennt Astrologie eine Kunstform, keine Wissenschaft
BELEGT = wissenschaftlich oder amtlich nachprüfbar · ÜBERLIEFERT = historisch/traditionell dokumentiert · GELEBTE PRAXIS = verbreitete Anwendung, Erfahrungswerte · NICHT BELEGT = spirituelle Deutung, wissenschaftlich nicht nachgewiesen.
Das Wort ist seines. Astrologie sei eine permission structure, schreibt er auf seiner Website — eine Erlaubnisstruktur. In einem Feld, das überwiegend Gewissheit verkauft, ist das eine ungewöhnliche Behauptung. Sie verdient eine ernsthafte Prüfung: erstens, weil sie in sich schlüssig ist, zweitens, weil sie der Grund dafür ist, dass es seine Nische überhaupt gibt.
Die These: Erlaubnis statt Vorhersage
Nimmt man das Vokabular weg, ist Bedells Methode schnell beschrieben. Ein Geburtshoroskop ist bei ihm keine Anweisung und kein Terminplan für kommende Ereignisse. Es ist ein Wortschatz — ein Vorrat an Bildern, konkret genug, um sich auf dich zu beziehen, und offen genug, dass du selbst deuten musst. Die Karte gibt dir die Lizenz, etwas auszusprechen, das du ohnehin geahnt hast.
Dieselbe Logik steckt in seiner Beratungspraxis. Er bietet ein einziges Format an: eine 60-minütige aufgezeichnete Videositzung, ressourcenorientiert, mit Placidus-Häusern gerechnet, die mit dem endet, was er einen Handlungsplan nennt. Keine Vorhersage, sondern ein Plan. Was auch immer man von Astrologie als System hält — als Gesprächsform ist das vertretbar konstruiert: ein Gegenüber mit Außenblick, eine gemeinsame Bildersprache, eine ungeteilte Stunde und ein konkreter nächster Schritt.
Wer Colin Bedell ist — der belegte Bestand
Bedell lebt in New York City. Er ist Astrologe, Autor und Mitgründer von QueerCosmos, einer astrologischen Anlaufstelle für LGBTQIA+-Menschen und deren Umfeld. Er hat an der New School einen Bachelor in Literaturwissenschaft gemacht und an der Parsons School of Design einen Master in Fashion Studies — eine Ausbildung im Lesen von Texten und im Lesen von Kleidung, was als Beschreibung dessen, was er mit Horoskopen tut, überraschend gut passt.
Die Kolumne
Er schreibt das wöchentliche Horoskop für Cosmopolitan.com. Dieser eine Umstand trägt mehr als jede Followerzahl: eine bezahlte, wiederkehrende redaktionelle Position bei einem Massenmagazin, in zwei unabhängigen institutionellen Quellen nachweisbar. Zur Einordnung für deutschsprachige Leserinnen und Leser: Gemeint ist die US-amerikanische Cosmopolitan. In der deutschen Ausgabe erscheint seine Kolumne nicht. Weitere Horoskope von ihm sind im queeren US-Magazin Them erschienen.
Die Bücher
Vier Titel, drei davon bei etablierten Publikumsverlagen. Nach unserer Recherche liegt keiner davon auf Deutsch vor — wer sie lesen will, liest sie auf Englisch.
| Titel | Was drinsteht | Geeignet für |
|---|---|---|
| Queer Cosmos (2019) | Astrologie queerer Identitäten und Beziehungen; das Buch, auf dem sein ganzes Projekt ruht | Wer wissen will, worin seine eigentliche Neuerung besteht |
| A Little Bit of Astrology | Einführung über eine Musik-Metapher: Planeten als Instrumente, Zeichen als Stücke | Einsteigerinnen und Einsteiger ohne Vorwissen |
| Gemini | Ein einzelnes Zeichen — Zwillinge — über Lebensphasen hinweg durchdekliniert | Wer ein Zeichen wirklich ausreizen möchte |
| Star-Crossed | 44-Karten-Orakeldeck mit Begleitbuch zu Liebe und Beziehungen, erschienen bei Simon & Schuster | Wer lieber mit Karten arbeitet als mit Rechenwerk |
Womit wir selbst arbeiten
Self Love Zen Sticks — Palo Santo & Myrte
Für die stille, unspektakuläre Arbeit an der eigenen Haltung, um die es in diesem Text eigentlich geht. 20 €.
Zu den RäucherstäbchenDie unsichtbare Hälfte: Verband, Bühne, Lehre
Neben dem Teil, der in Magazinen stattfindet, gibt es eine astrologische Fachwelt mit Verbänden, Kongressen und ehrenamtlichen Vorständen. Sie bleibt dem Publikum der Horoskopspalte fast vollständig verborgen. Bedell arbeitet dort mit.
Er war Vizepräsident des Long-Island-Ortsverbands des National Council for Geocosmic Research, einer US-amerikanischen gemeinnützigen Organisation, die seit 1971 astrologische Ausbildung und Zertifizierung betreibt. Er hat auf der United Astrology Conference und auf der Northwest Astrological Conference gelehrt. Er unterrichtet am Omega Institute in Rhinebeck im Bundesstaat New York und in Kripalu — zwei der größten Seminarzentren des Landes, die ihre Lehrenden prüfen, bevor sie sie ins Programm nehmen.
Zusätzlich gibt Bedell an, bei der NORWAC unter die fünf bestbewerteten Vortragenden gekommen zu sein. Das ist seine eigene Darstellung; unabhängig bestätigt haben wir sie nicht. Die Konferenzauftritte selbst sind belegt.
Warum es QueerCosmos überhaupt gibt
Hier liegt der Punkt, der Bedells Arbeit über eine Markenerzählung hinaushebt. Die überlieferte westliche Astrologie ist für queere Leserinnen und Leser kein neutraler Boden. Sie wurde über Jahrhunderte von Menschen aufgeschrieben, die innerhalb von Annahmen arbeiteten, die nie zur Debatte standen — und diese Annahmen stecken bis heute im Fachvokabular selbst.
Drei Beispiele, an denen es sich zeigt. Die Einteilung der Zeichen in „männlich“ und „weiblich“ ist ursprünglich ein griechisches Polaritätsschema, wurde aber jahrhundertelang als Aussage über Geschlecht gelesen. Die Venus galt in der Paarastrologie als „die Frau“, der Mars als „der Mann“ — eine Rollenzuweisung nach Geschlecht in Deutungen, die zwei Menschen voraussetzten, einen Mann und eine Frau. Und das siebte Haus heißt in der klassischen Literatur schlicht das Haus der Ehe — einer Rechtsform, die den Leserinnen und Lesern, um die es hier geht, jahrhundertelang verschlossen war.
Bedells Umbau löst die Gewichte aus diesen Begriffen: die Polarität wird zum Rhythmus zwischen nach außen und nach innen gerichteter Energie, ohne Geschlecht; Venus und Mars werden zu zwei Weisen des Begehrens, dem Anziehen und dem Zugehen, die in jedem Horoskop vorkommen, gleichgültig wer sie trägt; das siebte Haus wird zur verbindlichen Partnerschaft in jeder rechtlichen und sozialen Form, Wahlfamilie eingeschlossen.
Sein erklärtes Ziel für Queer Cosmos ist es, Astrologie zu nutzen, um Scham zu verlernen und Würdigkeit zu beanspruchen. Das ist ein therapeutisches Ziel in astrologischem Gewand, und man sollte es offen so benennen: Er hebt keine verschüttete queere astrologische Tradition, denn es gibt keine zu heben. Er schreibt eine neue — aus alten Teilen.
Ob man das für zulässig hält, hängt vermutlich davon ab, wofür man Astrologie hält. Ist sie ein Bestand empirischer Aussagen, dann ist es ein ernstes Problem, sie freundlicher umzuschreiben. Ist sie eine Symbolsprache, dann sind Sprachen immer von denen umgeschrieben worden, die etwas Neues in ihnen sagen mussten. Bedell hat sich erkennbar für die zweite Lesart entschieden, und seine Arbeit ist damit konsistent.
Dieselbe Haltung trägt auch das neueste Format. What Time Were You Born? erschien Anfang September 2026, es gibt bislang nur eine Handvoll Folgen, und das Prinzip ist: Er liest das Horoskop eines Gastes, während der Gast über sein Leben und seine Arbeit spricht. Das Horoskop ist der Anlass. Das Gespräch ist das Produkt.
Was das im deutschsprachigen Raum bedeutet
Ein Gegenstück zu QueerCosmos mit vergleichbarer Reichweite existiert hierzulande nicht. Das ist keine Wertung, sondern eine Marktbeobachtung: Der deutschsprachige Astrologiemarkt ist überwiegend über Podcasts, Ratgeberbücher und Coaching-Formate organisiert, nicht über spezialisierte Publikationen für einzelne Gruppen. Auch die Verbandsstruktur ist eine andere — der NCGR mit seinen Ortsverbänden und Prüfungen hat im DACH-Raum kein direktes Pendant gleicher Bauart.
Praktisch heißt das dreierlei. Wer Bedell lesen will, braucht Englisch. Wer die Kolumne sucht, findet sie auf der US-Website von Cosmopolitan, nicht in der deutschen Ausgabe. Und wer den Ansatz übernehmen möchte, ohne die Bücher zu lesen, kann das durchaus: Die entscheidende Bewegung besteht darin, bei jedem geerbten Fachbegriff zu fragen, welche Annahme über Beziehungen mitgeliefert wurde — und ob sie für das eigene Leben überhaupt zutrifft. Dafür braucht es kein Buch, nur die Bereitschaft, eine Deutung als Deutung zu behandeln und nicht als Befund.
Wo die Belege aufhören
Fair gegenüber Bedell zu sein heißt, klar zu trennen, was dokumentiert ist und was nicht. Zu seinen Gunsten sei gesagt: Er zieht diese Linie sorgfältiger als die meisten in seinem Feld.
Belegt: die Cosmopolitan-Kolumne, die Bücher und ihre Verlage, die Fernseh- und Streaming-Auftritte, die Lehraufträge bei Omega und Kripalu, das Amt beim NCGR, die Konferenzvorträge. Zur Serie Written in the Stars von 2022 sei eine Genauigkeit erlaubt: Institutionelle Kurzbiografien nennen Discovery+, seine eigene Website nennt HBO Max. Beides stimmt nacheinander, weil der Streamingkatalog von Warner Bros. Discovery zusammengelegt wurde. Es ist eine Umbenennung der Plattform, kein Widerspruch.
Eigenangabe: dass er mit elf Jahren begann, sich mit Astrologie zu beschäftigen; dass QueerCosmos 2017 startete; die NORWAC-Platzierung. Nichts davon ist unplausibel, nichts davon ist unabhängig geprüft.
Nicht belegt: dass die Stellung der Planeten zum Geburtszeitpunkt mit Persönlichkeit, Beziehungen oder Lebensverlauf zusammenhängt. Es gibt dafür keine kontrollierte Studie, und Bedell behauptet auch nichts anderes. Seine Verteidigung lautet, dass er diese Art von Aussage gar nicht trifft — er biete eine Symbolsprache an, keinen Wirkmechanismus.
Diese Verteidigung ist ehrlich, und sie hat einen Preis, den man benennen sollte. Eine Aussage, die so gebaut ist, dass kein Ergebnis ihr widersprechen kann, hat ihre Sicherheit damit erkauft, dass sie nicht mehr prüfbar ist. Bedell würde diesen Tausch vermutlich annehmen, denn er nennt Astrologie ausdrücklich eine Kunstform und keine Wissenschaft. Leserinnen und Leser sollten wissen, dass er stattgefunden hat. Damit steht er näher bei Jessica Lanyadoo, die Vorhersagen offen ablehnt, als bei der Tradition der langen Monatsprognosen.
Eine Warnung gehört speziell zu seinem Thema. Ein Geburtshoroskop kann niemandem die eigene sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität mitteilen, und keine verantwortliche Deutung sollte das versuchen. Bedells Rahmen läuft in die andere Richtung — das Horoskop ist ein Ort, an dem man sich bereits als würdig erfahren soll, kein Instrument, das ein Urteil ausspricht. Im beiläufigen Nacherzählen verwischt dieser Unterschied leicht. Er ist wichtig.
Wo er unter seinen Kolleginnen und Kollegen steht
Die gegenwärtige Generation weithin gelesener US-Astrologinnen und -Astrologen ist keine Einheit. Chani Nicholas hat um eine politisch ausdrückliche Praxis herum eine App und ein Unternehmen gebaut. Lanyadoo hat die Ablehnung der Vorhersage ins Zentrum ihrer Arbeit gestellt.
Bedells eigener Beitrag ist enger zugeschnitten und gerade deshalb klarer erkennbar: Er hat einen überlieferten Symbolbestand, der stillschweigend voraussetzte, dass seine Leserschaft heterosexuell ist, an genau den Stellen umgebaut, an denen er es voraussetzte. Alles andere — die Horoskopspalte, die Gesprächssendung, der Discokugel-Ton, der Abschiedsgruß dance or die — sitzt auf dieser einen strukturellen Entscheidung.
Was wir nicht versprechen
Nichts auf dieser Seite ist medizinischer, psychologischer oder rechtlicher Rat, und nichts hier behandelt eine Erkrankung. Ein Geburtshoroskop sagt dir nicht, wen du begehrst, mit wem du zusammen sein solltest oder wie dein Leben verlaufen wird. Wer Scham über die eigene Identität mit sich trägt und daran schwer trägt, ist bei einer qualifizierten Therapeutin oder einem Therapeuten — idealerweise mit Erfahrung in der Arbeit mit LGBTQIA+-Klientinnen und -Klienten — deutlich besser aufgehoben als bei jeder Deutung. Astrologie kann eine gute Begleiterin dieser Arbeit sein. Ein Ersatz ist sie nicht, und wir würden sie dir auch nicht als einen verkaufen.
Häufige Fragen
Wer ist Colin Bedell?
Ein in New York City lebender Astrologe und Autor, Mitgründer von QueerCosmos und wöchentlicher Horoskop-Autor für Cosmopolitan.com. Er hat vier astrologische Titel veröffentlicht, darunter Queer Cosmos und das Orakeldeck Star-Crossed.
Was ist QueerCosmos?
Eine von Bedell mitgegründete astrologische Anlaufstelle für LGBTQIA+-Menschen und deren Umfeld. Nach seiner Angabe startete sie 2017. QueerCosmos ist zugleich sein Nutzername auf Instagram und TikTok.
Was meint er mit „Erlaubnisstruktur“?
Er verwendet das Horoskop als gemeinsame Sprache, die es jemandem erlaubt, etwas über sich auszusprechen, das er oder sie längst geahnt, sich aber nicht zugestanden hat. Der Schwerpunkt liegt auf Selbsterkennen und Sprache, nicht auf Vorhersage.
Gibt es seine Bücher auf Deutsch?
Nach unserer Recherche liegt keiner der vier Titel in deutscher Übersetzung vor. Alle sind auf Englisch erschienen, drei davon bei etablierten US-Publikumsverlagen.
Bietet er persönliche Beratungen an?
Ja, ein einziges Format: eine 60-minütige aufgezeichnete Videositzung mit Placidus-Häusern, ausgewiesen mit 399 US-Dollar, im Anschluss mit Zusammenfassung und Transkript. Er gibt an, dass die Verfügbarkeit begrenzt ist und zuerst über seinen Newsletter angekündigt wird. Angaben und Preis stammen von seiner eigenen Website und können sich ändern.
Ist wissenschaftlich belegt, dass Astrologie funktioniert?
Nein. Keine kontrollierte Studie hat gezeigt, dass die Planetenstellungen zum Geburtszeitpunkt mit Persönlichkeit oder Lebensverlauf zusammenhängen. Bedell beschreibt Astrologie ausdrücklich als Kunstform und Symbolsprache, nicht als Wissenschaft — das ist eine andere Behauptung als jene, die die Wissenschaft prüft.






