Sonnenwind ist da, der Sturm noch nicht: Das erste G1-Fenster am 24. September blieb leer
Der Sonnenwind zur Tagundnachtgleiche ist da, aber mit 330 statt über 600 km/s. Das Magnetfeld hat sich verdoppelt, das erste G1-Fenster blieb leer.
Stand: 24. September 2026, 09:10 Uhr
Inhalt
Nachtrag 25.09.: Auch im weiteren Verlauf des 24. September blieb der G1-Sturm aus – der höchste gemessene Kp lag bei 4,33, der Sonnenwind erreichte höchstens 453 statt über 600 km/s. Ursprüngliche Meldung: Der für die Tagundnachtgleiche angekündigte Sonnenwind hat die Erde in der Nacht zum 24. September erreicht, aber nur als Vorhut: Das Magnetfeld stieg auf bis zu 15,5 Nanotesla, die Geschwindigkeit blieb weit unter der Ankündigung, und das G1-Fenster zwischen 05 und 08 Uhr MESZ blieb mit gemessenem Kp 2,33 leer.
Die Erde durchquerte am 23. September gegen 17:45 UTC eine Sektorgrenze; die Feldstärke stieg auf 11 bis 13 nT, der Sonnenwind blieb knapp über 300 km/s.
Quelle/Tradition: NOAA SWPC Forecast Discussion, 24.09.2026 00:30 UTC
Für 03–06 UTC am 24. September war Kp 5,00 (G1) angekündigt; gemessen wurden 2,33. Kein Weltraumwettersturm in den vergangenen 24 Stunden.
Quelle/Tradition: NOAA SWPC 3-Day Forecast 24.09.2026 00:30 UTC; Planetary K-index; WWV 24.09.2026 06:05 UTC
Die höchste Sonnenwindgeschwindigkeit der Nacht lag bei 388 km/s statt der angekündigten über 600 km/s; die NOAA erwartet den schnellen Strom in der ersten Tageshälfte des 24. September.
Quelle/Tradition: NOAA SWPC RTSW, Minutenwerte bis 24.09.2026 07:00 UTC; Forecast Discussion 24.09.2026
Die Tagundnachtgleiche als Schwelle, deren Wirkung sich erst nach und nach zeigt.
Quelle/Tradition: Jahreskreis-Tradition
Sonnenwind oder geomagnetische Stürme beeinflussen Stimmung, Schlaf oder Gesundheit.
Quelle/Tradition: Im Artikel ausdrücklich als nicht belegt gekennzeichnet
BELEGT = wissenschaftlich oder amtlich nachprüfbar · ÜBERLIEFERT = historisch/traditionell dokumentiert · GELEBTE PRAXIS = verbreitete Anwendung, Erfahrungswerte · NICHT BELEGT = spirituelle Deutung, wissenschaftlich nicht nachgewiesen.
Nachtrag vom 25. September 2026, 07:30 Uhr
Der G1-Sturm ist auch im weiteren Verlauf des 24. September ausgeblieben. Der höchste gemessene Kp-Wert des Tages lag bei 4,33 zwischen 11 und 14 Uhr MESZ, knapp unter der Sturmschwelle von 5. Der Sonnenwind legte laut NOAA-Forecast Discussion vom 25.09., 00:30 UTC, bis zum Abend auf 425 bis 450 Kilometer pro Sekunde zu; der höchste Echtzeitwert lag in der Nacht bei 453 km/s – die angekündigten über 600 wurden nicht erreicht. Die NOAA-Tagesmeldung vom 25.09., 05:05 Uhr MESZ, verzeichnet keinen Sturm, und bis zum 27. September erwartet die Behörde keinen G1 mehr. Damit blieb seit dem 8. September jede G1-Ankündigung ohne Sturm.
Der für die Tagundnachtgleiche angekündigte Sonnenwind hat die Erde in der Nacht zum 24. September erreicht — aber nur zur Hälfte. Das Magnetfeld hat sich seit Mittwochnachmittag mehr als verdoppelt, die Geschwindigkeit ist dagegen bei rund 330 statt über 600 Kilometern pro Sekunde geblieben. Das erste von der NOAA ausgewiesene G1-Fenster blieb damit leer.
Was in der Nacht gemessen wurde
Die Forecast Discussion des NOAA Space Weather Prediction Center, ausgegeben am 24. September um 00:30 Uhr UTC, bestätigt den ersten Schritt des angekündigten Ablaufs. Gegen 17:45 Uhr UTC am 23. September durchquerte die Erde eine Sektorgrenze im interplanetaren Magnetfeld, also um 19:45 Uhr MESZ. Danach stieg die Feldstärke auf 11 bis 13 Nanotesla, und ab 20:30 Uhr UTC zog der Sonnenwind leicht auf über 300 Kilometer pro Sekunde an.
Für die Nacht hatte der zeitgleich ausgegebene 3-Day Forecast Kp 4,33 zwischen 00 und 03 Uhr UTC erwartet und Kp 5,00 — Stufe G1 — zwischen 03 und 06 Uhr UTC. Gemessen wurden 3,00 und 2,33. Die NOAA hält in ihrer Tagesmeldung vom 24. September, 06:05 Uhr UTC, fest: In den vergangenen 24 Stunden wurde kein Weltraumwettersturm beobachtet.
Spaceweather.com meldet am Donnerstagmorgen in der Überschrift, der Sonnenwind sei angekommen, spricht im Text aber vorsichtig von ersten Anzeichen. Beides passt zu den Echtzeitdaten der NOAA: Die höchste Geschwindigkeit der Nacht lag bei 388 Kilometern pro Sekunde, um 06:57 Uhr UTC waren es 339.
Angekündigt gegen gemessen
| Kennwert | Angekündigt | Gemessen |
|---|---|---|
| Ankunft Strom | spät am 23.9. | Sektorgrenze 23.9., 19:45 MESZ |
| Geschwindigkeit | über 600 km/s | höchstens 388 km/s |
| Feldstärke Bt | — | bis 15,5 nT |
| Kp 02–05 Uhr MESZ | 4,33 | 3,00 |
| Kp 05–08 Uhr MESZ | 5,00 (G1) | 2,33 |
| Sturmstufe | G1 wahrscheinlich | keine |
Prognose: NOAA 3-Day Forecast und Forecast Discussion, beide 24.09., 00:30 UTC; Geschwindigkeit laut spaceweather.com vom 21.09. Messung: NOAA Planetary K-index und Echtzeit-Sonnenwind bis 24.09., 07 UTC.
Warum die Sache noch nicht vorbei ist
Was in der Nacht ankam, ist die Vorhut: verdichtetes Magnetfeld an der Grenze zwischen langsamem und schnellem Wind. Den schnellen Strom selbst erwartet die NOAA erst „during the first half of 24 Sep“, also im Lauf des Vormittags. Vereinzelte G1-Phasen hält sie für den ganzen Donnerstag weiter für wahrscheinlich, erhöhte Aktivität bis in den 26. September.
Ein Detail spricht dafür, dass das noch kommen kann. Seit etwa 06 Uhr MESZ zeigt die Bz-Komponente deutlich nach Süden, um 08:57 Uhr MESZ lag sie bei minus 10 Nanotesla. Das ist die Richtung, in der sich das Feld des Sonnenwinds mit dem der Erde verbindet. Zum Redaktionsschluss um 09:02 Uhr MESZ schätzte die NOAA den Kp-Index trotzdem nur auf 1.
Der letzte gemessene G1-Wert stammt vom 8. September zwischen 08 und 11 Uhr MESZ. Seitdem hat die Behörde mehrmals G1 angekündigt, am 15., 16. und 17. September und nun heute — eingetreten ist es bisher kein einziges Mal. Wir haben am 16. September darüber berichtet und am 22. September die Ankunft dieses Stroms gemeldet.
Die Sonne hat sich in fünf Tagen gefüllt
Am 19. September zeigte die Sonne keinen einzigen Fleck. Am 24. September weist spaceweather.com eine Sonnenfleckenzahl von 142 aus, am 21. September waren es noch 54. EarthSky zählte am 23. September acht nummerierte Fleckengruppen auf der erdzugewandten Seite. Keine davon hat bisher einen erdgerichteten Masseauswurf ausgelöst; die NOAA gibt die Chance auf mittelstarke Flares bis zum 26. September mit 20 Prozent an.
Einordnung: Was das spirituell bedeutet
Du hast in dieser Woche vielleicht schon gemerkt, wie sehr Ankündigungen den Blick lenken. Ein Termin steht im Raum, und man wartet auf ihn — auf den Sturm, auf das Polarlicht, auf das Zeichen. Die Nacht zum Donnerstag zeigt, dass Wirklichkeit selten im Paket kommt. Das Feld war da, die Kraft dahinter noch nicht.
Nach der Tagundnachtgleiche liegt darin ein brauchbares Bild. Der Herbst beginnt nicht mit einem Schlag, sondern mit einer Grenze, die man überschreitet, ohne dass sofort etwas geschieht. Die Veränderung ist schon eingetreten, sie wirkt nur noch nicht. Wer sich jetzt nicht an der ausgebliebenen Show misst, sieht, was tatsächlich angekommen ist.
Zur Abgrenzung: Die Messwerte sind belegt, mit Ausgabezeit jedes Produkts. Die Deutung der Tagundnachtgleiche als Schwelle ist Überlieferung und gelebte Praxis. Dass Sonnenwind oder geomagnetische Stürme Stimmung, Schlaf oder Gesundheit beeinflussen, ist nicht belegt.

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Was du jetzt tun kannst
- Heute Abend den Kp-Index prüfen, bevor du losfährst. Die NOAA veröffentlicht die gemessenen Werte laufend. Erst ab Kp 5 beginnt G1.
- Auf Bz achten, nicht nur auf Kp. Zeigt Bz über Stunden deutlich nach Süden, steigt die Chance. Die Werte stehen in Echtzeit bei der NOAA.
- Nur im Norden hoffen. Selbst bei G1 liegt die Wirkungszone laut NOAA oberhalb von 60 Grad geomagnetischer Breite. An der Küste ist ein schwacher Schimmer möglich, im Süden kaum.
- Das Warten selbst bemerken. Schreib auf, worauf du in dieser Woche gewartet hast — und was stattdessen angekommen ist.
- Den Nachtrag lesen. Wie der 24. September ausging, steht oben im Nachtrag vom 25. September.
Passend dazu: Tarot Halskette „Die Sonne“
Quellen
- NOAA Space Weather Prediction Center: Forecast Discussion, ausgegeben 24.09.2026, 00:30 UTC. services.swpc.noaa.gov/text/discussion.txt
- NOAA SWPC: 3-Day Forecast, ausgegeben 24.09.2026, 00:30 UTC. services.swpc.noaa.gov/text/3-day-forecast.txt
- NOAA SWPC: Geophysical Alert Message, ausgegeben 24.09.2026, 06:05 UTC. services.swpc.noaa.gov/text/wwv.txt
- NOAA SWPC: Watch Nr. 1126 (G1 für 24.09.), ausgegeben 21.09.2026, 18:32 UTC. services.swpc.noaa.gov/products/alerts.json
- NOAA SWPC: Planetary K-index (gemessen) und Daily Geomagnetic Indices, Stand 24.09.2026, 07 UTC. services.swpc.noaa.gov
- NOAA SWPC: Echtzeit-Sonnenwind (RTSW), Magnetfeld und Plasma, Minutenwerte bis 24.09.2026, 07:00 UTC. services.swpc.noaa.gov/json/rtsw
- Tony Phillips: spaceweather.com, Ausgabe vom 24.09.2026 (Sonnenfleckenzahl, Sonnenwind). spaceweather.com
- C. Alex Young u. a.: Sun news, EarthSky, 23.09.2026. earthsky.org
- Für den Nachtrag: NOAA SWPC Forecast Discussion und 3-Day Forecast, ausgegeben 25.09.2026, 00:30 UTC; Geophysical Alert Message, 25.09.2026, 03:05 UTC; Planetary K-index und RTSW-Minutenwerte bis 25.09.2026, 05:00 UTC.
Abgerufen am 24.09.2026 zwischen 06:56 und 07:06 UTC, Nachtrag am 25.09.2026 um 05:15 UTC. Titelbild: KI-generierte Illustration (Higgsfield).






