Praktische Magie & Rituale

Hartmann-Gitter und Curry-Netz: Was die Gitternetze der Radiästhesie behaupten — und was am Schlafplatz wirklich hilft

Dieser Artikel erklärt dir, was das Hartmann-Gitter, das Curry-Netz und das Benker-Kubensystem behaupten, woher sie kommen, wie ihre Maße lauten und warum ausgerechnet die Kreuzungspunkte gefürchtet werden. Er behauptet nicht, dass diese Netze physikalisch existieren oder dass ein Bett auf einem Kreuzungspunkt krank macht — stattdessen zeigt er dir, was die Forschung dazu gefunden hat und was an deinem Schlafplatz nachweislich einen Unterschied macht.

Zwei Winkelruten aus Messing und eine gegabelte Haselrute auf dunklem Stein, links eine brennende Kerze vor dunkelgrüner Wand
Schnellantwort

Hartmann-Gitter, Curry-Netz und Benker-Kubensystem sind angenommene Gitternetze der Radiästhesie, die den gesamten Erdball überziehen sollen. Das Hartmann-Gitter geht auf den Arzt Ernst Hartmann zurück, der es ab 1954 als Globalgitternetz beschrieb; es verläuft annähernd nach den Himmelsrichtungen mit rund 2 Metern in Nord-Süd- und 2,2 bis 2,5 Metern in Ost-West-Richtung. Das Curry-Netz wurde 1952 von Manfred Curry veröffentlicht — beschrieben hatte es zuvor Siegfried Wittmann — und liegt um etwa 45 Grad gedreht diagonal dazu, mit Abständen von rund 3 bis 3,5 Metern. Anton Benker postulierte 1953 zusätzlich ein räumliches Kubensystem mit rund 10 Metern Kantenlänge. Als kritisch gelten in der Praxis nicht die Linien, sondern ihre Kreuzungspunkte. Nachgewiesen ist keines dieser Netze: Es existiert kein physikalisches Messverfahren dafür, und der 1990 vorgelegte Wünschelrutenreport fand, dass die Trefferquote durchschnittlicher Rutengänger sich meist kaum oder gar nicht vom Zufall unterscheiden ließ. Wer schlecht schläft, prüft deshalb zuerst Licht, Lärm, Temperatur, Koffein und feste Zeiten — und lässt anhaltende Beschwerden ärztlich abklären.

Einordnung
Belegt

Der Arzt Ernst Hartmann beschrieb ab 1954 ein rechtwinkliges Muster aus Reizstreifen, das er Globalgitternetz nannte; 1964 erschien sein Buch 'Krankheit als Standortproblem', das den Begriff im deutschsprachigen Raum verankerte.

Quelle/Tradition: Publikationsgeschichte: Hartmann 1954 und 1964

Belegt

Das diagonal verlaufende Netz wurde 1952 von Manfred Curry veröffentlicht; beschrieben hatte es bereits zwischen 1945 und 1951 Siegfried Wittmann, der in Currys Publikation nicht genannt wird.

Quelle/Tradition: Begriffsgeschichte der radiästhetischen Fachliteratur

Belegt

Anton Benker postulierte 1953 ein räumliches Kubensystem mit rund 10 Metern Kantenlänge, das in der Radiästhesie als dem Hartmann-Gitter übergeordnet gilt.

Quelle/Tradition: Benker 1953; radiästhetische Standarddarstellungen

Belegt

Der 1990 vorgelegte Abschlussbericht des vom BMFT geförderten Wünschelrutenreports von Wagner, Betz und König kam zu dem Ergebnis, dass die Trefferquote der durchschnittlichen Rutengänger schlecht war und sich in den meisten Fällen kaum oder gar nicht vom Zufall unterscheiden ließ.

Quelle/Tradition: Wagner/Betz/König, Abschlussbericht Wünschelrutenreport, BMFT 1990; kritische Stellungnahme der GWUP

Belegt

Schlafqualität wird nachweislich von Licht, Lärm, Raumtemperatur, Koffein, Alkohol und einem regelmäßigen Aufstehzeitpunkt beeinflusst.

Quelle/Tradition: Schlafmedizinische Standardliteratur zur Schlafhygiene

Gelebte Praxis

Das Ausmessen von Schlafplätzen auf Gitternetze und Kreuzungspunkte ist in der Baubiologie und Radiästhesie im deutschsprachigen Raum seit Jahrzehnten verbreitete gelebte Praxis.

Quelle/Tradition: Gelebte Praxis der Schlafplatzberatung im DACH-Raum

Überliefert

Die Erzählung, Katzen suchten Gitterkreuzungen gezielt auf und Hunde mieden sie, gehört zum überlieferten Bestand der Radiästhesie und des Volksglaubens.

Quelle/Tradition: Volkskundliche und radiästhetische Überlieferung

Nicht belegt

Dass ein Kreuzungspunkt unter dem Bett Schlafstörungen, Erschöpfung oder Krankheiten verursacht und dass Entstörgeräte, Matten oder Platten dagegen wirken, ist nicht nachgewiesen.

Quelle/Tradition: Kein Wirksamkeits- oder Ursachennachweis; anhaltende Beschwerden gehören ärztlich abgeklärt

BELEGT = wissenschaftlich oder amtlich nachprüfbar · ÜBERLIEFERT = historisch/traditionell dokumentiert · GELEBTE PRAXIS = verbreitete Anwendung, Erfahrungswerte · NICHT BELEGT = spirituelle Deutung, wissenschaftlich nicht nachgewiesen.

Dieser Artikel erklärt dir, was das Hartmann-Gitter, das Curry-Netz und das Benker-Kubensystem behaupten, woher sie kommen, wie ihre Maße lauten und warum ausgerechnet die Kreuzungspunkte gefürchtet werden. Er behauptet nicht, dass diese Netze physikalisch existieren oder dass ein Bett auf einem Kreuzungspunkt krank macht — stattdessen zeigt er dir, was die Forschung dazu gefunden hat und was an deinem Schlafplatz nachweislich einen Unterschied macht.

Was mit Gitternetzen in der Radiästhesie gemeint ist

Wer sich mit Geomantie beschäftigt, stößt früher oder später auf drei Begriffe: Hartmann-Gitter, Curry-Netz und Benker-Kubensystem. Gemeint sind damit angenommene, netzartige Strukturen, die nach Auffassung der Radiästhesie den gesamten Erdball überziehen — unsichtbar, mit regelmäßigen Abständen, und angeblich mit einer Rute oder einem Pendel auffindbar.

Das ist etwas anderes als eine Wasserader. Eine Wasserader wäre ein konkretes geologisches Objekt an einem bestimmten Ort. Die Gitternetze dagegen sind ein System: Sie sollen überall sein, gleichmäßig verteilt, unabhängig vom Untergrund. Genau das macht sie in der Praxis so anziehend — und wissenschaftlich so schwer zu fassen.

Wichtig gleich zu Beginn: Kein technisches Messgerät hat diese Netze je nachgewiesen. Was existiert, ist eine über siebzig Jahre gewachsene Praxis mit erstaunlich präzisen Angaben — und eine Forschungslage, die dazu deutlich spricht. Beides gehört in denselben Text.

Das Hartmann-Gitter: Herkunft, Maße, Deutung

Das bekannteste der Netze geht auf den Arzt Dr. med. Ernst Hartmann zurück. Anfang der 1950er Jahre beschrieb er ein rechtwinkliges Muster aus sogenannten Reizstreifen, das er zunächst Globalgitternetz nannte; 1954 erschien seine erste Darstellung, 1964 das Buch Krankheit als Standortproblem, das den Begriff im deutschsprachigen Raum verankerte. Heute läuft es schlicht als Hartmann-Gitter oder als 2-mal-2,5-Meter-Netz.

Die Angaben der Praxis sind erstaunlich konkret:

  • Ausrichtung: annähernd nach den Himmelsrichtungen, also Nord-Süd und Ost-West.
  • Abstände: rund 2 Meter in Nord-Süd-Richtung, rund 2,2 bis 2,5 Meter in Ost-West-Richtung.
  • Breite der Streifen: je nach Schule etwa 20 Zentimeter.
  • Deutung: Die Linien selbst gelten als weitgehend harmlos. Als kritisch gilt der Kreuzungspunkt zweier Streifen.

Aus diesen Maßen folgt eine praktische Konsequenz, die in jeder Schlafplatzberatung auftaucht: In einem normalen Schlafzimmer liegen rechnerisch mehrere solcher Kreuzungspunkte. Ein Bett von 2 Metern Länge kann sie kaum alle vermeiden — was Kritiker als Hinweis darauf lesen, wie beliebig das System in der Anwendung wird.

Das Curry-Netz: diagonal, breiter, angeblich schärfer

Das zweite Netz trägt den Namen des Arztes Manfred Curry, der es 1952 veröffentlichte. Die Beschreibung selbst stammt allerdings ursprünglich von Siegfried Wittmann, der sie zwischen 1945 und 1951 formulierte — in Currys Publikation wird er nicht genannt. Diese Vorgeschichte ist in der radiästhetischen Literatur bekannt und wird dort auch offen erzählt.

Die Merkmale des Curry-Netzes:

  • Ausrichtung: diagonal zum Hartmann-Gitter, also um etwa 45 Grad gedreht — Nordost-Südwest und Nordwest-Südost.
  • Abstände: rund 3 bis 3,5 Meter.
  • Breite: deutlich breiter als beim Hartmann-Gitter, oft mit rund 60 Zentimetern angegeben.
  • Deutung: Die Kreuzungspunkte gelten in der Praxis als intensiver als die des Hartmann-Gitters, besonders nachts.

In der gelebten Praxis wird häufig zwischen Plus- und Minuspunkten unterschieden — eine Zuschreibung, die von Schule zu Schule variiert und für die es keine einheitliche Definition gibt. Das ist ein wiederkehrendes Muster bei diesen Systemen: Je genauer man hinschaut, desto mehr Varianten findet man.

Benker-Kubensystem und die weiteren Netze

Anton Benker postulierte 1953 ein räumliches System: würfelförmige Felder mit einer Kantenlänge von rund 10 Metern, die nicht nur die Erdoberfläche, sondern auch den Raum darüber unterteilen sollen. In der Radiästhesie gilt es als dem Hartmann-Gitter übergeordnetes System — die großen Linien, in denen die kleineren stecken.

Daneben kursieren weitere Netze mit noch größeren Abständen, benannt nach ihren jeweiligen Beschreibern. Und genau hier liegt ein Problem, das auch innerhalb der Szene diskutiert wird: Je mehr Systeme man annimmt, desto weniger Punkte im Raum bleiben übrig, die zu keinem von ihnen gehören. Ein Befund lässt sich dann immer erzeugen.

System Beschrieben von Ausrichtung Abstand
Hartmann-Gitter (Globalgitternetz) Ernst Hartmann, ab 1954 Nord-Süd / Ost-West ca. 2 m × 2,2-2,5 m
Curry-Netz Siegfried Wittmann (1945-51), publiziert von Manfred Curry 1952 45 Grad diagonal ca. 3-3,5 m
Benker-Kubensystem Anton Benker, 1953 räumlich, würfelförmig ca. 10 m Kantenlänge

Kreuzungspunkte: warum ausgerechnet sie gefürchtet werden

In allen drei Systemen gilt dasselbe Prinzip: Nicht die Linie ist das Thema, sondern der Punkt, an dem zwei Linien sich treffen. Und wenn sich ein Hartmann-Kreuz mit einem Curry-Kreuz überlagert, spricht die Praxis von einer besonders belasteten Stelle.

Berichtet werden dort — von Menschen, die solche Stellen ausmessen lassen — vor allem drei Dinge: schlecht einschlafen, nachts wiederholt an derselben Uhrzeit aufwachen, morgens wie gerädert sein. Häufig kommt der Hinweis dazu, dass Katzen sich angeblich gerade auf solche Punkte legen, Hunde sie dagegen meiden. Das ist eine hübsche und sehr alte Erzählung — belegt ist sie nicht.

Was hier tatsächlich passiert, lässt sich nüchterner beschreiben: Wer sich mit einem konkreten Punkt im Raum beschäftigt, richtet seine Aufmerksamkeit auf den Schlafplatz. Und ein Schlafplatz, über den jemand nachdenkt, wird fast immer verändert — Bett verschoben, Kabel entfernt, Rollo repariert. Die Wirkung ist real. Die Ursache ist eine andere, als der Befund nahelegt.

Wenn du den Raum wirklich klären willst

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Was die Forschung sagt — ehrlich

Die Gitternetze sind nicht ungeprüft geblieben. Der wichtigste Prüfstein im deutschsprachigen Raum ist der sogenannte Wünschelrutenreport: eine vom Bundesministerium für Forschung und Technologie geförderte Untersuchung, deren Abschlussbericht 1990 von Hildebert Wagner, Hans-Dieter Betz und Herbert L. König vorgelegt wurde. International sind die Versuche als Scheunenexperimente bekannt, weil sie in einer Scheune stattfanden, unter deren Boden eine verschiebbare Wasserleitung lag.

Das Ergebnis war zweigeteilt und wird bis heute von beiden Seiten zitiert. Der Bericht hält fest, dass die Trefferquote der durchschnittlichen Rutengänger in den durchgeführten Versuchsreihen schlecht war und sich in den meisten Fällen kaum oder gar nicht vom Zufall unterscheiden ließ. Die Autoren Betz und König sahen zugleich bei einzelnen wenigen Teilnehmern eine außergewöhnliche Treffsicherheit bei Spezialaufgaben. Genau diese Auswertung wurde später scharf kritisiert — unter anderem von der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP), die den Befund als nachträgliche Auswahl aus einer großen Datenmenge liest.

Für die Gitternetze bedeutet das nüchtern: Es gibt kein physikalisches Messverfahren, mit dem sich Hartmann-Gitter, Curry-Netz oder Benker-Kuben nachweisen ließen. Zwei Rutengänger, die unabhängig voneinander denselben Raum ausmessen, kommen in Tests regelmäßig zu unterschiedlichen Ergebnissen. Wer das weiß, kann trotzdem mit der Methode arbeiten — er sollte nur wissen, womit.

Der Schlafplatz: was nachweislich stört

Wenn du schlecht schläfst, gibt es eine Liste von Ursachen, für die die Beweislage eindeutig ist. Sie ist unspektakulär, aber sie wirkt:

  • Licht. Schon geringe Helligkeit — Straßenlaterne, Standby-Lämpchen, Display — stört die nächtliche Melatoninbildung.
  • Lärm. Auch Geräusche, die dich nicht aufwecken, zerlegen die Schlafarchitektur.
  • Temperatur. Zu warm ist der häufigste unterschätzte Faktor; kühl und gut gelüftet schlägt jede Bettposition.
  • Koffein und Alkohol. Koffein wirkt länger, als die meisten annehmen; Alkohol lässt einschlafen und zerstört die zweite Nachthälfte.
  • Bildschirme und Uhrzeitkontrolle. Das nächtliche Auf-die-Uhr-Schauen hält den Kreislauf des Wachliegens am Laufen.
  • Unregelmäßige Zeiten. Ein konstanter Aufstehzeitpunkt ist der wirksamste einzelne Hebel, den es gibt.

Und der wichtigste Satz dieses Abschnitts: Wenn du über längere Zeit schlecht schläfst, dich morgens erschöpft fühlst oder wiederkehrende Beschwerden hast, gehört das ärztlich abgeklärt. Schlafapnoe, Schilddrüse, Eisenmangel, seelische Belastung — das sind die Dinge, die man findet, wenn man sucht. Ein Kreuzungspunkt im Boden ist keine Diagnose.

Wenn du deinen Schlafplatz trotzdem ausmessen lassen willst

Das darfst du. Viele Menschen erleben eine Schlafplatzberatung als hilfreich, und ein guter Berater arbeitet seriös. Es gibt aber Kriterien, an denen du das erkennst:

  1. Er verkauft dir nichts, was entstört. Matten, Folien, Platten, Pyramiden, Aufkleber — hier verlässt du den Bereich der gelebten Praxis und betrittst den des Geschäfts. Für keines dieser Produkte gibt es einen Wirksamkeitsnachweis.
  2. Er verspricht keine Heilung. Wer chronische Erkrankungen oder anhaltende Erschöpfung mit einem Punkt im Fußboden erklärt, ist der Falsche.
  3. Er nennt seine Grenzen von selbst. Seriöse Rutengänger sagen dir ungefragt, dass ihre Methode nicht messtechnisch überprüfbar ist.
  4. Sein erster Vorschlag ist billig. Bett verschieben kostet nichts. Wenn das der erste Rat ist, ist das ein gutes Zeichen.

Wenn du lieber selbst arbeiten möchtest, findest du die praktischen Grundlagen dazu in Geomantie im Alltag und die Methodik des Rutengehens in unserem Text zu Wasseradern und Erdstrahlen im Schlafzimmer.

Stimmen aus der Praxis

Ich habe mein Bett nach einer Beratung um anderthalb Meter verschoben und danach besser geschlafen. Ehrlich gesagt weiß ich bis heute nicht, ob es der Punkt war oder die Tatsache, dass ich damit aus dem Licht der Straßenlaterne kam. Geholfen hat es trotzdem. — Leserin, 44

Zwei Rutengänger, zwei völlig unterschiedliche Karten von meinem Schlafzimmer. Das war der Moment, in dem ich aufgehört habe, das als Messung zu betrachten. Als Anlass, den Raum ernst zu nehmen, benutze ich es weiter. — Leser, 51

Meine Großmutter hat immer gesagt: Wo die Katze liegt, schläft man nicht. Ich mag den Satz. Ich richte mein Leben nur nicht mehr danach aus. — Teilnehmerin eines Ritualkreises

Was wir nicht versprechen

  • Wir behaupten nicht, dass Hartmann-Gitter, Curry-Netz oder Benker-Kuben physikalisch existieren. Sie sind nicht messtechnisch nachgewiesen.
  • Wir behaupten nicht, dass ein Kreuzungspunkt unter dem Bett Krankheiten auslöst — weder Schlafstörungen noch chronische Erschöpfung.
  • Wir empfehlen kein Produkt, das Erdstrahlen entstört, Gitternetze harmonisiert oder Kreuzungspunkte neutralisiert. Für solche Wirkungen gibt es keinen Nachweis.
  • Wir raten ausdrücklich davon ab, medizinische Beschwerden mit einer Bettposition zu erklären oder eine ärztliche Abklärung deswegen aufzuschieben.
  • Wir versprechen nicht, dass Rutengehen erlernbar ist wie ein Handwerk. Die Prüfungen sprechen dagegen.

Praktisch: so gehst du damit um

1. Erst das Belegte, dann das Überlieferte

Dunkelheit, Ruhe, kühle Luft, feste Aufstehzeit, keine Bildschirme im Bett. Zwei Wochen konsequent. Wenn sich danach nichts bessert, hast du eine echte Information — und nicht nur eine Vermutung.

2. Verschieb das Bett, bevor du misst

Probier eine andere Position aus, einfach so. Zwei Wochen dort schlafen, danach entscheiden. Das kostet nichts, ist reversibel und bringt dir dieselbe Erfahrung wie eine Beratung — nur ohne Vorannahme.

3. Nimm den Raum als Ganzes ernst

Ein Schlafzimmer voller Wäschestapel, Kabel und ungeöffneter Post schläft schlecht, unabhängig von jeder Linie. Räumen, lüften, reinigen — und dann rituell abschließen, wenn du magst.

4. Führe ein Protokoll, kein Urteil

Notiere zwei Wochen lang: Zubettgehzeit, Aufwachzeiten, Temperatur, was du abends getrunken hast. Muster zeigen sich in Daten, nicht im Gefühl.

5. Trenne die Ebenen sauber

Du darfst das Gitternetz als Bild benutzen — als Erinnerung daran, dass ein Ort etwas mit dir macht. Nur solltest du wissen, dass es ein Bild ist. Genau darin liegt der Unterschied zwischen einer Praxis, die trägt, und einer, die Angst macht.

Wenn dein Thema weniger der Raum als das ist, was dich nachts wachhält, führt der ehrlichere Weg nach innen: Das Schatten-Ritual — Shadow Work Journal über 30 Tage (27 €) arbeitet genau daran. Und wenn du für dein Zuhause ein Ritual willst, das auf deine konkrete Lage geschrieben ist statt eines Standardablaufs, gibt es das Persönliche Magie-Ritual nach Maß (108 €).

Kurz-Quiz: Woran liegt es an deinem Schlafplatz?

Vier Fragen. Am Ende bekommst du eine Richtung für den nächsten Schritt — keine Diagnose.

1. Wie fühlt sich dein Schlafzimmer an, wenn du abends hineingehst?

2. Wann ist der Schlaf schlechter geworden?

3. Was passiert nachts konkret?

4. Was würdest du am liebsten als Nächstes tun?

Häufige Fragen zu Hartmann-Gitter und Curry-Netz

Wie groß sind die Abstände beim Hartmann-Gitter?

In der radiästhetischen Praxis wird das Hartmann-Gitter mit rund 2 Metern in Nord-Süd-Richtung und rund 2,2 bis 2,5 Metern in Ost-West-Richtung angegeben, mit einer Streifenbreite von etwa 20 Zentimetern. Diese Maße stammen aus der Beschreibung von Ernst Hartmann ab 1954 und sind nicht messtechnisch bestätigt.

Was ist der Unterschied zwischen Hartmann-Gitter und Curry-Netz?

Das Hartmann-Gitter verläuft ungefähr nach den Himmelsrichtungen mit rund 2 bis 2,5 Metern Abstand. Das Curry-Netz liegt um etwa 45 Grad gedreht, also diagonal dazu, mit größeren Abständen von rund 3 bis 3,5 Metern und breiteren Linien von etwa 60 Zentimetern. In der Praxis gelten die Kreuzungspunkte des Curry-Netzes als intensiver.

Ist das Hartmann-Gitter wissenschaftlich nachgewiesen?

Nein. Es existiert kein physikalisches Messverfahren, das diese Gitternetze nachweisen könnte. Der 1990 vorgelegte Wünschelrutenreport kam zu dem Ergebnis, dass die Trefferquote durchschnittlicher Rutengänger sich in den meisten Fällen kaum oder gar nicht vom Zufall unterscheiden ließ.

Kann ein Gitterkreuz unter dem Bett krank machen?

Dafür gibt es keinen Nachweis. Anhaltende Schlafstörungen und Erschöpfung haben gut untersuchte Ursachen — Licht, Lärm, Temperatur, Koffein, unregelmäßige Zeiten, Schlafapnoe, Schilddrüse, seelische Belastung. Wer über längere Zeit schlecht schläft, sollte das ärztlich abklären lassen und es nicht auf eine Bettposition zurückführen.

Helfen Entstörgeräte, Matten oder Platten gegen Gitternetze?

Für Produkte, die Erdstrahlen oder Gitternetze entstören, harmonisieren oder neutralisieren sollen, gibt es keinen Wirksamkeitsnachweis. Ein seriöser Berater bietet dir zuerst das Kostenlose an: das Bett verschieben.

Legen Katzen sich wirklich auf Kreuzungspunkte?

Das ist eine sehr verbreitete Erzählung der Radiästhesie und des Volksglaubens — belegt ist sie nicht. Katzen wählen ihre Liegeplätze nachweislich nach Wärme, Zugluftfreiheit, Überblick und Sicherheit aus.

Quellen & Weiterlesen

  • Ernst Hartmann: Krankheit als Standortproblem (1964) sowie seine Darstellungen des Globalgitternetzes ab 1954 — Ursprungsliteratur zum Hartmann-Gitter.
  • Manfred Curry (1952) zum diagonalen Netz; zur Vorgeschichte durch Siegfried Wittmann (1945-1951) siehe die begriffsgeschichtliche Darstellung der radiästhetischen Fachliteratur.
  • Anton Benker (1953) zum Kubensystem mit rund 10 Metern Kantenlänge.
  • Hildebert Wagner, Hans-Dieter Betz, Herbert L. König: Abschlussbericht zum Forschungsvorhaben Wünschelrutenreport (BMFT, 1990), international als Scheunenexperimente bekannt — sowie die kritische Stellungnahme der GWUP dazu.
  • Übersichtsdarstellungen zur Radiästhesie und zu den Gitternetzsystemen im deutschsprachigen Raum.
  • Schlafmedizinische Standardliteratur zur Schlafhygiene: Licht, Lärm, Temperatur, Koffein, Rhythmus.
  • Temple of Desire: Geomantie: Erdenergien, Ley-Linien & Kraftplätze, Wasseradern & Erdstrahlen im Schlafzimmer, Geomantie im Alltag.
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