Sonnensturm der Stufe G2 am 4. Oktober: Stärkster Ausschlag des Erdmagnetfelds seit mindestens vier Wochen
Am Sonntagabend, 4. Oktober, erreichte ein Sonnensturm die Stufe G2. Mit Kp 5,67 war es der stärkste Wert seit mindestens vier Wochen.
Stand: 5. Oktober 2026, 13:30 Uhr
Inhalt
Am Sonntag, 4. Oktober 2026, hat ein geomagnetischer Sturm die Stufe G2 erreicht: Zwischen 20 und 23 Uhr MESZ maß die NOAA einen Kp-Index von 5,67, den höchsten Wert seit mindestens vier Wochen. Auslöser war ein bis zu 644 km/s schneller Sonnenwind aus einem koronalen Loch. Am Montagmorgen folgte noch ein G1-Schub, danach klingt der Sturm ab; bestätigte Polarlichtsichtungen aus dem deutschsprachigen Raum lagen bis Redaktionsschluss nicht vor.
Das Erdmagnetfeld erreichte am 4. Oktober 2026 die Stufe G2; die Schwelle Kp 6 wurde um 20:57 UTC überschritten, der gemessene Drei-Stunden-Wert lag bei 5,67.
Quelle/Tradition: NOAA SWPC Forecast Discussion 05.10.2026 00:30 UTC; Alert Nr. 726; Planetary K-index
Ursache war ein schneller Sonnenwindstrom aus einem koronalen Loch mit bis zu 644 km/s, 22 nT Feldstärke und Bz bis minus 20 nT.
Quelle/Tradition: NOAA SWPC Forecast Discussion 05.10.2026 00:30 UTC
Der A-Index von 36 am 4. Oktober ist der höchste Wert eines abgeschlossenen Tages im 30-Tage-Archiv seit 6. September.
Quelle/Tradition: NOAA SWPC Daily Geomagnetic Indices, Stand 05.10.2026
Die Wochen um die Tagundnachtgleiche als Schwelle in die dunkle Jahreshälfte und Zeit der Innenschau.
Quelle/Tradition: Jahreskreis-Tradition
Geomagnetische Stürme beeinflussen Schlaf, Stimmung oder Gesundheit.
Quelle/Tradition: Im Artikel ausdrücklich als nicht belegt gekennzeichnet
BELEGT = wissenschaftlich oder amtlich nachprüfbar · ÜBERLIEFERT = historisch/traditionell dokumentiert · GELEBTE PRAXIS = verbreitete Anwendung, Erfahrungswerte · NICHT BELEGT = spirituelle Deutung, wissenschaftlich nicht nachgewiesen.
Ein geomagnetischer Sturm hat am Sonntag, 4. Oktober 2026, die Stufe G2 erreicht. Zwischen 20 und 23 Uhr MESZ maß das NOAA Space Weather Prediction Center einen Kp-Index von 5,67 – den höchsten Wert seit mindestens vier Wochen. Auslöser war ein schneller Sonnenwind aus einem koronalen Loch; am Montagmorgen flackerte der Sturm noch einmal auf Stufe G1 auf.
Was gemessen wurde
Die Forecast Discussion der NOAA, ausgegeben am 5. Oktober um 00:30 Uhr UTC, fasst den Sonntag in einem Satz zusammen: Das Erdmagnetfeld habe die Stufe G2 erreicht, „Moderate“ auf der fünfstufigen Skala. Die Alarmmeldung dazu trägt die Seriennummer 726. Die Schwelle Kp 6 wurde demnach um 20:57 Uhr UTC überschritten, also um 22:57 Uhr MESZ.
Der Sturm kam in drei Schüben. Der erste G1-Wert fiel auf den späten Sonntagvormittag, der Höhepunkt auf den Abend, der dritte Schub auf den Montagmorgen zwischen 5 und 8 Uhr MESZ. Dazwischen sank der Index jeweils knapp unter die Sturmschwelle. Am Samstag, 3. Oktober, hatte er noch durchgehend unter 3 gelegen.
Der Tageswert unterstreicht die Größenordnung. Für den 4. Oktober weist die NOAA einen planetaren A-Index von 36 aus. Im 30-Tage-Archiv der Behörde, das bis zum 6. September zurückreicht, ist das der höchste Wert eines abgeschlossenen Tages; der bisherige Spitzenreiter war der 8. September mit 29 und einem einzelnen Kp-Wert von 5,00.
Die drei Sturmphasen
| Zeitraum (MESZ) | Kp | Stufe |
|---|---|---|
| So., 4.10., 11–14 Uhr | 5,00 | G1 |
| So., 4.10., 20–23 Uhr | 5,67 | G2 |
| Mo., 5.10., 5–8 Uhr | 5,33 | G1 |
Gemessene Drei-Stunden-Werte ab Kp 5. Quelle: NOAA SWPC, Planetary K-index, Stand 5.10.2026.
Woher der Sturm kam
Die NOAA nennt als Ursache einen schnellen Sonnenwindstrom aus einem koronalen Loch positiver Polarität. Die Geschwindigkeit stieg im Lauf des Sonntags stetig von rund 300 auf einen Höchstwert von etwa 644 Kilometern pro Sekunde um 20:07 Uhr MESZ. Die Feldstärke erreichte 22 Nanotesla.
Entscheidend war die Richtung des Feldes. Die Nord-Süd-Komponente Bz kippte mehrfach nach Süden, am tiefsten auf minus 20 Nanotesla um 08:11 Uhr MESZ. Nur bei südlichem Bz koppelt der Sonnenwind gut an das Erdmagnetfeld. Genau diese Bedingung hatte bei den angekündigten Stürmen im September gefehlt, über die wir zuletzt am 24. September berichtet haben.
Spaceweather.com setzt am 5. Oktober einen zweiten Akzent: Demnach traf am 3. Oktober zunächst ein koronaler Massenauswurf die Erde, am 4. Oktober folgte der Sonnenwindstrom. Das Portal spricht von einem zweitägigen Sturm der Klassen G1 und G2. In den NOAA-Messwerten ist der Samstag allerdings unauffällig; die Sturmwerte beginnen erst am Sonntag.
Polarlichter: Wo sie belegt sind
Fotografiert wurden Polarlichter laut spaceweather.com in den USA „from New York to Iowa“, das eindrucksvollste Schauspiel meldet das Portal aus Neuseeland. Die NOAA gibt für G2 an, dass Polarlichter dann bis auf die Höhe von New York, Wisconsin und des Bundesstaats Washington sichtbar sein können; die Wirkungszone liegt vor allem polwärts von 55 Grad geomagnetischer Breite.
Für Deutschland lag der Höhepunkt günstig, nämlich am dunklen Sonntagabend und vor Mondaufgang. Bestätigte Sichtungen aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz lagen uns bis Redaktionsschluss aber nicht vor. Wir tragen sie nach, sobald es belegte Aufnahmen gibt.
Die fünf Stufen der NOAA-Skala für geomagnetische Stürme. Der Sonntagabend erreichte die zweite von fünf. Quelle: NOAA Space Weather Scales.
Wie es weitergeht
Der Sturm klingt ab. Der 3-Day Forecast vom 5. Oktober, 00:30 Uhr UTC, erwartet für den Rest des Montags Kp-Werte zwischen 2,33 und 3,33 und für den 6. und 7. Oktober höchstens 3,67. Eine G1-Warnung (Seriennummer 2269) gilt noch bis 17 Uhr MESZ. Um 13:14 Uhr MESZ lag der Sonnenwind bei 550 Kilometern pro Sekunde, das Feld bei 5 Nanotesla und Bz leicht nördlich.
Erdgerichtete Massenauswürfe hat die NOAA in den Koronografenbildern nicht gefunden. Die Sonnenaktivität selbst ist sehr niedrig; der stärkste Flare der vergangenen 24 Stunden blieb in der schwachen Klasse B.
Einordnung: Was das spirituell bedeutet
Du hast in den vergangenen Wochen bei uns mehrfach gelesen, dass ein angekündigter Sturm ausblieb. Dieser hier kam ohne großen Vorlauf, an einem ruhigen Sonntag, aus einem Loch in der Sonnenkorona und nicht aus einer Explosion. Darin steckt ein Bild, das viele Traditionen kennen: Kraft kommt oft aus der Lücke, nicht aus dem Lärm.
Dazu passt die Jahreszeit. Die Wochen um die Tagundnachtgleichen gelten in der Weltraumphysik als günstig für geomagnetische Stürme, weil die Felder von Sonne und Erde dann leichter ineinandergreifen; wir haben den Russell-McPherron-Effekt im September erklärt. Im Jahreskreis ist dieselbe Zeit die Schwelle in die dunkle Hälfte, in der man nach innen schaut.
Zur Abgrenzung: Die Messwerte und ihre Ursache sind belegt. Die Deutung als Schwellenzeit ist Überlieferung und gelebte Praxis. Dass geomagnetische Stürme Schlaf, Stimmung oder Gesundheit beeinflussen, ist nicht belegt; was die Forschung dazu sagt, steht in unserem Hintergrund zum Sonnensturm.
Was du jetzt tun kannst
- Heute Abend nicht mehr losfahren. Die NOAA erwartet für die Nacht zum Dienstag höchstens Kp 3,67. Das reicht in Mitteleuropa nicht für Polarlicht.
- Messwerte statt Schlagzeilen lesen. Den gemessenen Kp-Index veröffentlicht die NOAA laufend. Erst ab Kp 5 beginnt ein Sturm.
- Eigene Fotos vom Sonntagabend prüfen. Schwaches Polarlicht zeigt sich auf Langzeitaufnahmen oft als rötlicher oder grünlicher Schimmer tief im Norden, den das Auge übersieht.
- Den Sonntag nachlesen. Wenn du ein Tagebuch führst: Notiere, was am 4. Oktober war – ohne es dem Sturm zuzuschreiben. Erst viele Einträge zeigen, ob es für dich ein Muster gibt.
- Dienstag früh nach Osten schauen. Am 6. Oktober steht die Mondsichel neben Jupiter, ganz ohne Sturm.
Passend dazu: Tarot Halskette „Die Sonne“
Quellen
- NOAA Space Weather Prediction Center: Forecast Discussion, ausgegeben 05.10.2026, 00:30 UTC. services.swpc.noaa.gov/text/discussion.txt
- NOAA SWPC: 3-Day Forecast, ausgegeben 05.10.2026, 00:30 UTC. services.swpc.noaa.gov/text/3-day-forecast.txt
- NOAA SWPC: Alerts, Watches and Warnings – Alert K-Index 6, Nr. 726, 04.10.2026, 20:58 UTC; Warning K-Index 6, Nr. 671, 04.10.2026, 18:47 UTC; Alert K-Index 5, Nr. 2054, und Warning Nr. 2269, 05.10.2026, 03:50/03:52 UTC. services.swpc.noaa.gov/products/alerts.json
- NOAA SWPC: Planetary K-index (gemessen) und Daily Geomagnetic Indices (30 Tage, ab 06.09.2026), Stand 05.10.2026. services.swpc.noaa.gov
- NOAA SWPC: Geophysical Alert Message, ausgegeben 05.10.2026, 09:05 UTC, und Echtzeit-Sonnenwind, 05.10.2026, 11:14 UTC. services.swpc.noaa.gov/text/wwv.txt
- Tony Phillips: spaceweather.com, Ausgabe vom 05.10.2026 („Weekend Aurora Outburst“). spaceweather.com
Abgerufen am 05.10.2026 zwischen 11:22 und 11:30 UTC. Titelbild: KI-generierte Illustration (Higgsfield), kein Foto des Ereignisses.








