Schattenarbeit & Bewusstsein

Transformations-Training „Werde der Du bist“: fünf Tage, sechs Wege

Fünf Tage, sechs Themen: Wie Dr. Rolf-Peter Adam in Badenweiler Zen, Ayurveda-Psychologie, Asanas, Kampfkunst, Anti-Aging und psychischen Selbstschutz zu einem Transformations-Training verbindet – Abschluss der Serie mit Selbsttest. Ein Partnerbeitrag.

Trittsteine führen durch stilles Wasser zu einer offenen Holztür mit Morgenlicht – Transformations-Training in Badenweiler
Schnellantwort

Das Transformations-Training „Werde, wer Du bist“ ist ein fünftägiges Intensiv-Training von Dr. Rolf-Peter Adam in seiner Kurpraxis und Nadi-Yoga-Schule Samadhana in Badenweiler; eine zweite Kurpraxis mit Yogaschule führt er in Olten. Es verbindet sechs Themen: Zen, Ayurveda-Psychologie, Asanas in der Pathologie, Kampfkünste, ein Anti-Aging-Programm und psychischen Selbstschutz mit der Lehre von der Aura. Transformation meint bei ihm die Wandlung vom niederen ins höhere Selbst, getragen von beständiger Übung statt angehäuftem Wissen. Laut Website richtet es sich an Therapeuten, Coachs, Mediziner und Yogalehrer, die Tage sind einzeln buchbar. Das Training ist ein spiritueller Übungsweg und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung.

Einordnung
Belegt

Neues Verhalten wird durch Wiederholung im gleichen Zusammenhang automatisch, im Schnitt nach rund 66 Tagen, mit großer Streuung.

Quelle/Tradition: Gardner, Lally, Wardle, Br J Gen Pract 2012 (PMC3505409)

Belegt

Yoga kann Stress senken und bei Rückenschmerzen leicht helfen; bei Depression ist es eine mögliche Ergänzung der Behandlung, kein Ersatz.

Quelle/Tradition: NCCIH: Yoga – What You Need To Know

Belegt

Forschung zu Meditation bei Angst, Stress und Depression ist oft vorläufig; in einer Übersichtsarbeit hatten etwa 8 % der Teilnehmenden unerwünschte Effekte, am häufigsten Angst und Depression.

Quelle/Tradition: NCCIH: Meditation and Mindfulness – What You Need To Know

Überliefert

Gunas, Klesas, Samadhi, Übung und Loslassen (Abhyasa/Vairagya), Doshas, Hara, Zazen, Aura und Chakren.

Quelle/Tradition: Yoga-/Samkhya-Tradition, Ayurveda, Zen; Wikipedia Guna, Klesha, Samadhi, Yogasutra

Gelebte Praxis

Transformation als Wandlung vom niederen ins höhere Selbst; Leid und Krankheit als häufiger Anstoß zur inneren Umkehr (Dr. Adams Sicht).

Quelle/Tradition: Skript „Transformations-Training“ (Mappe 1/Transformation Nr. 04)

Gelebte Praxis

Fünftägiges Training mit sechs Modulen, Tage einzeln buchbar, Zielgruppe Therapeuten, Coachs, Mediziner, Yoga-Lehrer; seit 2025.

Quelle/Tradition: samadhana.com/transformation.html; Flyer (Mappe 1 Nr. 03/04, Transformation Nr. 02/06)

Gelebte Praxis

Drei Heilungsprozesse (persönliche Heilung, Heilung der Menschheit, universeller Friede) und vier Stufen der Yoga-Erfahrung.

Quelle/Tradition: Lehrskript „Ayurveda-Psychologie & Yoga-Weg“ 2012, S. 1, 10, 14–15

Gelebte Praxis

Diagramm „Weltenvirusdosis“ (Reizquellen und Gegenmittel) und Weisheitsregeln.

Quelle/Tradition: Mappe 3 Nr. 09 (Diagramm ohne Urhebervermerk, aus den Seminarunterlagen); Skript „Erweiterte Sichtweisen“ S. 13, 21 (Mahadev 03/24)

Nicht belegt

„die Ursachen der Leiden werden beseitigt“; „chronische Krankheiten sprechen gut auf Yoga an“; Anti-Aging verlängert das Leben; Aura schützt vor psychischem Angriff; Edelstein-Therapie.

Quelle/Tradition: Skript Transformation Nr. 03, 05, 08 – im Artikel nur als Zitat mit Stufe

Nicht belegt

Leid als notwendige Voraussetzung für Entwicklung.

Quelle/Tradition: keine Studienlage; im Artikel ausdrücklich zurückgewiesen

BELEGT = wissenschaftlich oder amtlich nachprüfbar · ÜBERLIEFERT = historisch/traditionell dokumentiert · GELEBTE PRAXIS = verbreitete Anwendung, Erfahrungswerte · NICHT BELEGT = spirituelle Deutung, wissenschaftlich nicht nachgewiesen.

Partnerbeitrag · In Zusammenarbeit mit Samadhana Ayurveda & Yoga, Badenweiler und Olten

Teil 6 von 6 · Serie „Der Weg des Dr. Rolf-Peter Adam“ · Auftakt: Nadi-Yoga der 5 Elemente

Eigentlich läuft es. Der Job hält, die Beziehung hält, der Körper meistens auch. Und trotzdem gibt es diese Abende, an denen du dich fragst, ob das schon alles war – oder du sitzt nach einem Verlust, einer Diagnose, einer Trennung da und merkst, dass die alten Antworten nicht mehr tragen. Manchmal ist es ein leiser Zweifel, manchmal ein harter Bruch. Viele suchen dann nach einem Kurs, einem Buch, einem Wochenende, das die Richtung ändert.

Dr. Rolf-Peter Adam beginnt sein Skript zum Transformations-Training mit genau diesem Einwand: „Wozu eigentlich ein Transformationsprozess-Training? Mir geht’s doch gut!“ Seine Antwort sind fünf Seminartage in seiner Yogaschule in Badenweiler und sechs Themen, vom Zen-Weg bis zum psychischen Selbstschutz. Diese Serie hat die Themen einzeln vorgestellt. Ihr letzter Teil zeigt das Ganze: was Dr. Adam unter Transformation versteht, warum er Krisen als Anstoß sieht und wo dieser Gedanke Grenzen braucht, wie die Module zusammenhängen, für wen das Training passt und was davon belegt ist.

Was ist das Transformations-Training „Werde der Du bist“?

Das Transformations-Training ist ein fünftägiges Intensiv-Training, das Dr. Rolf-Peter Adam in seiner Kurpraxis und Nadi-Yoga-Schule Samadhana in Badenweiler anbietet. Es verbindet sechs Themen aus Yoga, Ayurveda, Zen und Kampfkunst zu einem Weg der Selbstverwirklichung.

Auf dem Flyer heißt es „Werde – der Du bist!“, auf der Website „Werde, wer Du bist“. Gemeint ist: nicht Neues lernen, sondern freilegen, was schon da ist. Das Motto dazu: „Das Wissen zu werden ist besser, als das Wissen anzuhäufen!“ Als Ziel nennt der Flyer den „Dienst an der Schöpfung“ und „Charakterbildung und Entfaltung der Tugenden“, durch die sich „das kleine Ego“ verwandeln soll.

Titelzeile des Flyers „Transformations-Training – Werde der Du bist!“ mit achteckigem Bagua-Symbol und Yin-Yang
Kopf des Flyers zum Training: Titel, Motto und das Bagua-Zeichen mit den acht Trigrammen. Ausschnitt aus dem Flyer von Dr. Rolf-Peter Adam. Foto: Samadhana / Dr. Rolf-Peter Adam

Flyer und Website sprechen von „5 Modulen“, zählen aber sechs Themen auf; das Skript nummeriert Modul 1 bis 6. Wir folgen der Liste, wie sie die Website heute führt: fünf Tage, sechs Themen. Fest steht, dass der erste Tag dem Zen-Weg gehört. Wie sich die übrigen Themen auf die Tage verteilen, steht im aktuellen Programm auf samadhana.com.

Was versteht Dr. Adam unter Transformation?

Transformation bedeutet bei Dr. Adam Verwandlung, genauer „eine Wandlung vom niederen Selbst in das höhere Selbst“. Gemeint ist der Weg von den Triebkräften des Überlebens hin zu dem, was er die „höheren geistigen Zentren“ nennt.

Den Ausgangspunkt beschreibt sein Skript nüchtern: „Die meisten Menschen halten sich auf in den unteren Vergnügungszentren“, im Leben der Sinne. Der Wendepunkt ist leise: „In der Hinwendung zum Hören bekommt der Mensch die inneren Impulse, um sich neu auszurichten.“ Die Sinne werden feiner, und die niederen Kräfte sollen laut Skript „zur wahren Natur hin“ gelenkt werden.

Vom niederen zum höheren Selbst Zwei Ebenen übereinander. Unten die niederen Kräfte oder Triebzentren: Überlebenskampf, Nahrungsaufnahme, Sexualität, Wille zum Überleben, ein Leben der Sinne. Oben die höheren geistigen Zentren: Verantwortung gegenüber allen Wesen, tiefe Menschlichkeit, Güte, Vertrauen, Weisheit, allesumfassende Liebe. Ein Pfeil führt nach oben, beschriftet mit Umkehr, Hinwendung zum Hören und Verfeinerung der Sinne. Vom niederen zum höheren Selbst Modell aus Dr. Adams Skript zum Training Höhere geistige Zentren Verantwortung gegenüber allen Wesen tiefe Menschlichkeit · Güte Vertrauen · Weisheit „allesumfassende Liebe“ Umkehr Hinwendung zum Hören Verfeinerung der Sinne Niedere Kräfte – Triebzentren Überlebenskampf · Nahrungsaufnahme Sexualität · Wille zum Überleben „ein Leben der Sinne“ „Von der Entfremdung zur Erkenntnis im Sein.“ Kräfte „zur wahren Natur hin“ lenken
Das Grundmodell des Trainings: Die Begriffe stammen aus Dr. Adams Skript, die Anordnung ist redaktionell. Es beschreibt eine Ausrichtung, keine Rangordnung von Menschen.

Was dabei im Weg steht, erklärt ein Lehrblatt mit dem Titel „Versagen der Intelligenz“: „Es ist die Identifikation mit dem ‚Ich-Bewusstsein‘, das uns klein sein lässt.“ Das Sich-Wegducken und Sich-klein-Machen nennt Dr. Adam einen Ausdruck „falschen Bewusstseins“. Die Künste des Trainings nennt er dort „Wahrheits-Module“, die dieses falsche Verständnis auflösen sollen. Psychologisch beschreibt dieselbe Bewegung unser Beitrag über den goldenen Schatten. Den spirituellen Rahmen benennt er in einem Brief auf Samadhana-Briefkopf: Er wolle ein Gottesverständnis über die Konfessionen hinaus fördern, denn der Kern aller Religionen sei derselbe und die Unterschiede beträfen nur die Rituale.

Warum ist Leid für Dr. Adam ein Anstoß – und wo endet dieser Gedanke?

Dr. Adam geht davon aus, dass die wenigsten Menschen von sich aus nach innen schauen: „Sie verweilen lieber in relativen Glücksmomenten.“ Den Anstoß sieht er woanders: „Oft dienen ‚Schicksalsschläge‘, große Verluste, Krankheit und schweres Leid dazu, den Menschen zur inneren Umkehr zu bewegen.“

Das ist eine Beschreibung, keine Empfehlung. Solange Verdrängung, äußeres Glück und feste Ordnung tragen, sucht laut seinem Lehrskript von 2012 kaum jemand nach innen; der Yogaweg setze dort an, „wo die Sicherheiten des Alltagsbewusstseins nicht mehr länger wirksam sind“. Auf einem Blatt von 2024 weitet er das auf die Krisen der Welt aus: „Nur die Umkehr und Einkehr kann dem Einhalt gebieten.“ Dazu gehöre etwas sehr Unspektakuläres, die „Rückkehr zur Einfachheit und Bescheidenheit“. Bemerkenswert ehrlich ist sein Befund über die eigenen Schüler: Viele verließen den inneren Weg vorzeitig, „weil sie dieser Dimension der Selbstdisziplin nicht gewachsen sind“.

An dieser Stelle braucht der Gedanke eine klare Grenze. Leid ist keine Voraussetzung für Entwicklung, und niemand muss erst krank werden, um sich zu fragen, wie er leben will. Eine Krise kann eine Frage öffnen. Beantworten musst du sie nicht allein, und nicht jede gehört in ein Seminar.

Welche sechs Themen gehören zum Training – und wo erklärt die Serie sie?

Die sechs Themen sind der Zen-Weg, Ayurveda-Psychologie, Asanas in der Pathologie, die Kampfkünste, das Anti-Aging-Programm und psychischer Selbstschutz mit der Lehre von der Aura. Fünf davon hat diese Serie in eigenen Teilen vorgestellt, das Asana-Modul stützt sich auf das Nadi-Yoga aus dem Auftakt; die Grafik zeigt die Zuordnung. Darunter steht knapp, was das Skript zum jeweiligen Modul sagt.

Sechs Module, sechs Serienteile Ein Kreis mit der Mitte „Werde der Du bist – 5 Tage, 6 Themen“. Im Uhrzeigersinn sechs Module, jedes mit Verweis auf einen Serienteil: Modul 1 Intuition des Zen-Weges, Teil 2. Modul 2 Ayurveda-Psychologie, Teil 1. Modul 3 Asanas in der Pathologie, Teil 0. Modul 4 Geheimnis der Kampfkünste, Teil 3. Modul 5 Anti-Aging-Programm, Teil 5. Modul 6 Selbstschutz und Aura, Teil 4. Ein Training, sechs Themen Jedes Modul führt zu einem Serienteil Werde der Du bist 5 Tage, 6 Themen Intuition desZen-WegesModul 1 · Teil 2 Ayurveda-PsychologieModul 2 · Teil 1 Asanas in derPathologieModul 3 · Teil 0 Geheimnis derKampfkünsteModul 4 · Teil 3 Anti-Aging-ProgrammModul 5 · Teil 5 Selbstschutzund AuraModul 6 · Teil 4 Modulnummern nach Dr. Adams Skript
Das Training im Überblick. Die Kästen sind verlinkt und führen direkt zum passenden Teil der Serie „Der Weg des Dr. Rolf-Peter Adam“.

Modul 1: Die Intuition des Zen-Weges

Der erste Tag gehört dem Zazen, dem Sitzen in der Stille. Haltung, Atmung und Bewusstsein sollen eine Einheit bilden: „Zazen üben heißt, der kosmischen Ordnung folgen. Unbewusst, natürlich und automatisch.“ Wie Dr. Adam die Haltung aus dem Hara aufbaut, zeigt Teil 2 über Zen im Alltag.

Modul 2: Ayurveda-Psychologie und drei Heilungsprozesse

Hier geht es um Geist und Emotionen im Licht von Vata, Pitta und Kapha. Ziel ist laut Skript das „beobachtende Bewusstsein“, das die stürmischen Wellen des Geistes befriedet, denn: „Wenn der Geist ruhig und konzentriert ist, kann er sich transformieren.“ Die Typenlehre erklärt Teil 1 zur Ayurveda-Psychologie, die drei Heilungsprozesse folgen weiter unten.

Modul 3: Wirksamkeit der Asanas und ihr Einsatz in der Pathologie

Der Titel sagt es: Hier geht es um Yoga-Haltungen im Umgang mit Krankheit, ein Thema vor allem für die Fachleute, an die sich das Training richtet. Asanas beschreibt Dr. Adam als „präzise, statische Haltungen, die sowohl auf der körperlichen wie auch auf der geistigen Ebene wirken“. Belegt ist davon nur ein Teil: Yoga kann laut Studienlage Stress senken und bei Rückenschmerzen leicht helfen. Die Grundlage, sein Nadi-Yoga, erklärt der Auftakt dieser Serie.

Dr. Rolf-Peter Adam in der Yoga-Kriegerhaltung Virabhadrasana II auf einer Brüstung über dem Meer
Dr. Rolf-Peter Adam in der Kriegerhaltung Virabhadrasana II. Das Motiv stammt von seiner Samadhana-Visitenkarte. Foto: Samadhana / Dr. Rolf-Peter Adam

Modul 4: Das Geheimnis der Kampfkünste

In der Übung wird für Dr. Adam alles, was wir tun, „zu einer dynamischen Meditation“. Den Kern fasst er knapp: „Es gibt die absolute Konzentration und Bewegung, sonst nichts.“ Für dunkle Phasen findet er ein Bild: Die konstante Praxis führe „von der dunklen Nacht zum neuen Sonnenaufgang“. Warum er Kampfkunst Friedensarbeit nennt, steht in Teil 3 über die Kampfkünste.

Modul 5: Das Anti-Aging-Programm

Das Programm soll laut Skript unter anderem „das Leben insgesamt“ verlängern; das ist nicht belegt. Angekündigt werden „vier“ Bausteine, aufgezählt dann fünf, vom Yoga der fünf Elemente bis zur Stille. Was sie enthalten, mit dem Schwerpunkt Ernährung, steht in Teil 5 zur Verjüngung aus Ayurveda-Sicht.

Modul 6: Self-Defense – psychischer Selbstschutz und die menschliche Aura

Das Skript übernimmt hier eine Definition aus dem Pranic Healing nach Choa Kok Sui: psychischer Selbstschutz als Kunst, sich vor „psychischem Angriff“ zu schützen. Auf dem Plan stehen die Technik „Closing the aura“ aus derselben Schule, die Chakren, der Einfluss von Gedanken und Gefühlen, das Gesetz des Karma und Edelsteine. Das Aura-Modell ist Überlieferung, keine messbare Größe; mehr in Teil 4 zum psychischen Selbstschutz.

Welches Modul spricht dich gerade an?

Welcher Serienteil für dich der beste Einstieg ist, hängt davon ab, wo du gerade stehst. Acht kurze Fragen ergeben eine Lesereihenfolge, keine Diagnose.

Selbsttest · 8 Fragen

Wo fängst du an?

Der Selbsttest lädt. Ohne JavaScript findest du die Zuordnung in der Liste darunter.

Wie verläuft Transformation nach Dr. Adams Skript?

Transformation verläuft bei Dr. Adam in Stadien, nicht als Erleuchtungsmoment. Sein Lehrskript „Ayurveda-Psychologie & Yoga-Weg“ von 2012 beschreibt dafür zwei Modelle: drei Heilungsprozesse und vier Stufen der Yoga-Erfahrung.

Die drei Heilungsprozesse, die er den drei Gunas zuordnet, hat Teil 1 vorgestellt. Für das Training zählt ihre Richtung: Im zweiten Stadium sei es „notwendig, unseren persönlichen Schmerz, Verletzungen und Trauer zu überwinden“, im dritten gehe die Bewegung „vom menschlichen Aspekt hin zum universellen Aspekt“. Der Weg führt also vom eigenen Kummer zu den anderen und von dort ins Ganze. „Heilung“ steht dabei für innere Entwicklung, nicht für die Behandlung von Krankheiten.

Vier Stufen der Yoga-Erfahrung Eine Treppe aus vier Stufen von unten nach oben: 1 äußere Erfahrung durch Übung und Technik, 2 Befreiung von äußerer Bindung mit feinstofflichen Erfahrungen, die laut Skript nicht das Entscheidende sind, 3 Tiefenerfahrung, Samadhi und Ruhe in der Mitte, 4 Transformation als Integration ins konkrete Leben und Gelassenheit im Alltag. Vier Stufen der Yoga-Erfahrung nach Dr. Adams Lehrskript (2012) 4 Transformation Integration ins konkrete Leben: Gelassenheit im Alltag bewähren 3 Tiefenerfahrung Samadhi, Einssein; die Regungen des Geistes kommen zur Ruhe 2 Befreiung von äußerer Bindung feinstoffliche Erfahrungen – laut Skript „nicht das Entscheidende“ 1 Äußere Erfahrung Oberfläche: Übung und Technik; laut Skript lässt Leid nach Stufe 4 heißt nicht Rückzug, sondern Alltag
Die vier Stufen der Yoga-Erfahrung nach Dr. Adams Skript, redaktionell als Treppe gezeichnet. Ein Modell der Übungspraxis, keine Wirkzusage.

Die Pointe liegt in der obersten Stufe. Transformation bedeutet laut Skript gerade nicht den vollständigen Rückzug aus der Welt, sondern „Gelassenheit und Ruhe im Alltag zu leben und sich zu bewähren“. Den Schlüssel dazu nennt er knapp: „Erst die Übung in vollkommener Konzentration mit Gelassenheit führt zur Transformation.“ Auf einem anderen Blatt heißt dieser Weg „Veredelungsprozess“; wer die alte Bildsprache dafür mag, findet sie im Beitrag über spirituelle Alchemie.

Was hält dich im Kopf fest? Das Diagramm „Weltenvirusdosis“

Was den Geist unruhig hält, zeigt ein Diagramm aus den Seminarunterlagen, die Dr. Adam der Redaktion gab: „Die Weltenvirusdosis“. Oben stehen Quellen der Unruhe wie Medien, Arbeitswelt und Werbung samt ihren Folgen, unten die Gegenmittel.

Die Weltenvirusdosis: Ursache und Gegenmittel Oben ein heller Kreis mit den Ursachen: Medien und Mainstream, TV und Radio, Telefon und Computer, Internet und Facebook, Arbeitswelt, Hollywood und Werbung. Ein Pfeil führt zu den Folgen Stress, Beunruhigung, Unfrieden, Verwirrtheit, Realitätsverlust, Aggression, Scheinwelt und Illusion. Unten ein dunkler Kreis mit den Gegenmitteln Enthaltsamkeit, Sinneskontrolle, Disziplin, Abgrenzung, Konzentrationsfähigkeit, Selbstkontrolle, Yoga, Sport und Meditation. Ein Pfeil führt zu Freude, Gleichmut, Balance, Stille, Frieden, Harmonie, Gelöstheit, Erfüllung und Wahrhaftigkeit. Die „Weltenvirusdosis“ Ursache und Gegenmittel, aus den Seminarunterlagen verursacht mit Medien · Mainstream TV · Radio Telefon · Computer Internet · Facebook Arbeitswelt Hollywood · Werbung führt zu Stress Beunruhigung Unfrieden Verwirrtheit Realitätsverlust Aggression Scheinwelt · Illusion Gegenmittel Enthaltsamkeit Sinneskontrolle Disziplin · Abgrenzung Konzentrationsfähigkeit Selbstkontrolle Yoga · Sport Meditation führt zu Freude Gleichmut · Balance Stille · Ruhe Frieden · Harmonie Gelöstheit Erfüllung Wahrhaftigkeit Begriffe aus dem Diagramm, Auswahl · kein Messwert
Lehrbild von Reizquelle und Gegenmittel aus den Seminarunterlagen, neu gezeichnet; ein Urhebervermerk fehlt auf dem Blatt. Es ist eine Denkfigur aus dem Unterricht, keine Studie über Medienwirkung.

Eine praktische Folgerung in dieselbe Richtung zieht Dr. Adam in seinem Skript „Erweiterte Sichtweisen“: „Wir stellen dem ruhelosen Geist den Strom ab (keine Medien, kein TV …) und leiten unsere Intelligenz um in den Körper, oder besser gesagt, vom Kopf ins Herz!“ Probier es heute Abend ohne Seminar: eine Stunde ohne Bildschirm, dann zehn Minuten still sitzen. Achte nur darauf, was in dieser Stunde nach dir greift.

Welche Weisheitsregeln gibt Dr. Adam seinen Schülern mit?

In seinem Skript „Erweiterte Sichtweisen“ von 2024 hat Dr. Adam zwei Listen mit Weisheitsregeln aufgeschrieben und mit „Mahadev“ gezeichnet. Eine Auswahl, kurz genug für einen Zettel am Spiegel:

„Um das Herz zu füllen, musst du es entleeren.“Yoga-Weisheitsregeln, 2024
„Am Himmel deiner eigenen Seele sollst du selbst die Sonne sein.“Yoga-Weisheitsregeln, 2024
„Die schönste Lotusblüte wächst im dicksten Schlamm.“Weisheitsregeln, 2024
„Nicht-Wissen ist Weisheit.“Weisheitsregeln, 2024

Zwei weitere Regeln verdienen einen Blick. Die eine rät, sich „nicht darauf, was in Büchern steht, sondern einzig und allein auf dein Herz“ zu verlassen – bemerkenswert bei einem Lehrer, der selbst Bücher schreibt. Die zweite ist die alltagstauglichste: Lebe dein Leben in Fülle, „iss dein Eis, deine Schokolade“, solange es deinem Körper dient, „gemäß deiner Konstitution“. Askese um ihrer selbst willen verlangt diese Regel nicht.

Dr. Rolf-Peter Adam im Meditationssitz auf einer Wiese vor blühenden Sträuchern
Dr. Rolf-Peter Adam im Meditationssitz. Vom Titelblatt seines Skripts „Erweiterte Sichtweisen durch Innenschau“. Foto: Samadhana / Dr. Rolf-Peter Adam

Worauf kommt es an – und woran scheitert der Weg am häufigsten?

Es kommt auf Wiederholung an, nicht auf Intensität. Fünf Seminartage können eine Richtung zeigen, gehen musst du sie selbst. Die Gewohnheitsforschung stützt das: Ein neues Verhalten wird erst durch Wiederholung im gleichen Zusammenhang automatisch, im Schnitt nach gut zwei Monaten, mit großen Unterschieden zwischen Menschen.

Seminare sammeln statt üben

Werden statt anhäufen: Ein Modul, täglich zehn Minuten geübt, verändert mehr als sechs, die du nur besucht hast.

Leid suchen oder schönreden

Dass Krisen manchmal einen Weg öffnen, macht Schmerz nicht gut. Wer leidet, braucht zuerst Hilfe.

Spiritualität als Ausweg

Soll die Praxis ein Gespräch ersetzen, das du führen müsstest, ist sie Flucht, nur in die Gegenrichtung der „Lebensflucht“ nach außen, vor der Dr. Adam warnt. Ehrliche Selbsterforschung zeigt der Shadow-Work-Guide.

Rückzug statt Alltag

Die vierte Stufe heißt Integration. Gelassenheit, die nur auf dem Kissen hält, ist noch keine.

Für wen ist das Transformations-Training geeignet – und für wen nicht?

Laut Website richtet sich das Training an „Therapeuten, Coachs, Mediziner, Yoga-Lehrer, u.a.“, also an Menschen, die mit anderen arbeiten und selbst einen inneren Weg suchen. Es passt nicht für Menschen in einer akuten Krise und nicht für alle, die eine anerkannte Zusatzqualifikation erwarten; was es an Bescheinigungen gibt, fragst du vorher an.

Passt, wenn du …

  • in Therapie, Coaching, Medizin oder Yoga arbeitest
  • Yoga, Ayurveda und Zen als zusammenhängenden Weg kennenlernen willst
  • mit spirituellen Begriffen wie „Selbstverwirklichung“ etwas anfangen kannst
  • nach dem Seminar weiterüben willst

Passt eher nicht, wenn du …

  • gerade in einer akuten Krise steckst oder Behandlung brauchst
  • eine zertifizierte Therapieausbildung suchst
  • ein weltanschaulich neutrales Training willst
  • schnelle Ergebnisse ohne eigene Praxis erwartest

Wer nur einzelne Tage buchen will, findet über den Selbsttest einen Einstieg. Ob dir ein Übungsweg dieser Art überhaupt liegt, kannst du vorab mit unserem Beitrag über den Pfad des Yogi prüfen.

Dr. Rolf-Peter Adam in Badenweiler und Olten: fünf Tage Transformations-Training bei Samadhana

Dr. Rolf-Peter Adam bietet das Transformations-Training in seiner Kurpraxis und Nadi-Yoga-Schule Samadhana in der Ernst-Eisenlohrstraße 5 in Badenweiler an, als Folge ganztägiger Seminartage, die man laut Website auch einzeln buchen kann. Das Training läuft seit 2025; aktuelle Termine stehen auf samadhana.com. Eine zweite Kurpraxis mit Yogaschule führt er in der Jurastrasse 17 in Olten. Ob dort ebenfalls Module laufen, lässt sich per Mail klären.

Wer seine Biografie neben die Modulliste legt, erkennt das Prinzip: Zu jedem Modul steht dort eine Qualifikation, jeweils nach eigener Angabe. Der Zen-Lehrer übernimmt den ersten Tag, der diplomierte Ayurveda-Spezialist die Psychologie der Doshas, der Yogacharya die Asanas, der Träger des 3. Dan im Tae-Kwon-Do die Kampfkünste. Hinter der Moxibustion im Anti-Aging-Programm stehen Heilpraktiker und Akupunkteur, hinter dem Selbstschutz der zertifizierte Prana-Healer. Das Training ist damit weniger ein Lehrplan als ein Querschnitt durch ein Berufsleben. Dass es sich an Therapeuten, Coachs, Mediziner und Yogalehrer richtet, passt dazu: „Er unterrichtet, behandelt und bildet aus“, heißt es in der Biografie.

Auch das Material zeigt diese Schichten. Was Dr. Adam der Redaktion gab, reicht von einem Lehrskript aus dem Jahr 2012 über seine Zen-Broschüre von 2013 bis zu Lehrblättern von 2024 und den aktuellen Flyern zum Training. Neben dem Training unterrichtet Dr. Rolf-Peter Adam bei Samadhana in Badenweiler wöchentlich Nadi-Yoga der 5 Elemente und bietet Seminare wie „Zen & Kampfkunst“ und das Verjüngungs-Seminar an, dazu Ayurveda-Kuren und Akupunktur.

Einordnung: Was ist belegt, was Überlieferung, was gelebte Praxis?

Im Training stehen Forschung, alte Lehre und eigene Erfahrung nebeneinander, und nicht alles davon lässt sich gleich gut prüfen. Sätze des Skripts über Heilung und Lebensverlängerung übernehmen wir nicht als Tatsache.

Belegt

Neues Verhalten wird durch Wiederholung im gleichen Zusammenhang automatisch, im Schnitt nach rund 66 Tagen, mit großer Streuung. Yoga kann Stress senken und bei Rückenschmerzen leicht helfen. Bei Meditation ist die Forschung zu Angst und Depression oft vorläufig; in einer Übersichtsarbeit hatten etwa acht Prozent der Teilnehmenden unerwünschte Effekte.

Überliefert

Gunas, Klesas, Samadhi und das Paar aus Übung und Loslassen aus der Yoga-Tradition, die Doshas des Ayurveda, Hara und Zazen aus dem Zen, Aura und Chakren. Modelle, die Erfahrung ordnen, keine Messgrößen.

Gelebte Praxis

Das Training seit 2025, seine sechs Module, die drei Heilungsprozesse, die vier Stufen, das Diagramm „Weltenvirusdosis“ und die Weisheitsregeln. Alles nach Dr. Adams eigenen Angaben und Unterlagen, von uns nicht unabhängig geprüft.

Nicht belegt

Skriptsätze wie „die Ursachen der Leiden werden beseitigt“ oder „chronische Krankheiten sprechen gut auf Yoga an“; dass Anti-Aging das Leben verlängert oder eine Aura vor „psychischem Angriff“ schützt. Das Training ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung.

Häufige Fragen zum Transformations-Training

Was ist das Transformations-Training „Werde der Du bist“?

Ein fünftägiges Intensiv-Training von Dr. Rolf-Peter Adam mit sechs Themen: Zen, Ayurveda-Psychologie, Asanas in der Pathologie, Kampfkünste, Anti-Aging und psychischer Selbstschutz. Ziel ist laut Flyer die Selbstverwirklichung durch Charakterbildung, nach dem Motto „Das Wissen zu werden ist besser, als das Wissen anzuhäufen!“

Wo findet das Transformations-Training in Badenweiler statt?

In der Kurpraxis und Nadi-Yoga-Schule Samadhana von Dr. Rolf-Peter Adam, Ernst-Eisenlohrstraße 5, 79410 Badenweiler. Aktuelle Termine stehen auf samadhana.com, Anfragen gehen an adam@samadhana.com.

Bietet Dr. Rolf-Peter Adam das Training auch in Olten an?

Dr. Rolf-Peter Adam führt in CH-4600 Olten, Jurastrasse 17, eine zweite Kurpraxis mit Yogaschule. Als Ort des Transformations-Trainings nennt die Website bisher nur Badenweiler; ob einzelne Module auch in Olten stattfinden, klärst du per Mail an adam@samadhana.com.

Für wen ist das Training gedacht?

Laut Website für Therapeuten, Coachs, Mediziner, Yoga-Lehrer und andere, die mit Menschen arbeiten und einen eigenen inneren Weg suchen. Für Menschen in einer akuten Krise ist es nicht gedacht; dann ist ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe der richtige erste Schritt.

Muss ich alle fünf Tage buchen?

Nein, die Tage sind laut Website auch einzeln buchbar. Wer nur ein Thema vertiefen will, findet über den Selbsttest in diesem Artikel und den passenden Serienteil einen Einstieg.

Warum fünf Tage, aber sechs Themen?

Flyer und Website sprechen von fünf Modulen, zählen aber sechs Themen auf, das Skript nummeriert Modul 1 bis 6. Der erste Tag gehört dem Zen-Weg; wie sich die übrigen Themen verteilen, steht im aktuellen Programm.

Kann das Transformations-Training Krisen oder Depressionen heilen?

Nein. Das Training ist ein spiritueller Übungsweg, keine Therapie. Yoga kann laut NCCIH Stress senken und eine Behandlung bei Depression ergänzen, aber nicht ersetzen. Das Training ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung.

Was bleibt: die Serie im Rückblick

Am Anfang stand der Satz „Mir geht’s doch gut!“. Dr. Adams Antwort ist kein Versprechen, sondern eine Einladung zur Übung: sechs Wege zum selben Punkt, einem gelasseneren Alltag. Die Serie ist sie einzeln gegangen:

  • Teil 0 zeigte, wie Nadi-Yoga statische Haltungen nach den fünf Wandlungsphasen ordnet.
  • Teil 1 deutete Vata, Pitta und Kapha als Muster des Denkens und Fühlens.
  • Teil 2 führte vom Ich-Raum in den Hara, die Mitte unter dem Nabel.
  • Teil 3 las die Silbe „Do“ als Programm: Kampfkunst als Weg.
  • Teil 4 fragte, was „Aura stärken“ in der Nadi-Yoga-Schule bedeutet.
  • Teil 5 brachte das Anti-Aging-Programm in die Küche.
  • Teil 6, dieser Beitrag, bindet alles zu einem Training zusammen.

Welcher dieser Wege zu dir passt, zeigt dir am Ende die eigene Übung, nicht die Lektüre. Alles Weitere zum Training findest du auf samadhana.com.

Weiterlesen in der Serie

Alle Teile der Serie „Der Weg des Dr. Rolf-Peter Adam“

  1. Nadi-Yoga der 5 Elemente: Das System von Dr. Rolf-Peter Adam erklärt
  2. Ayurveda-Psychologie: Vata, Pitta, Kapha als Persönlichkeitstypen
  3. Zen im Alltag: „Leben aus der Quelle“ – vom Ich-Raum in den Hara-Raum
  4. Die geheime Botschaft der Kampfkünste: Tao, Meridiane und der Weg „Do“
  5. Psychischer Selbstschutz: Aura stärken nach der Nadi-Yoga-Schule
  6. Verjüngung aus Ayurveda-Sicht: Ernährung, Gewürze und Farben
  7. Transformations-Training „Werde der Du bist“: fünf Tage, sechs Wege (dieser Beitrag)

Quellen

  1. Gardner B., Lally P., Wardle J.: Making health habitual: the psychology of „habit-formation“ and general practice. British Journal of General Practice, 2012
  2. National Center for Complementary and Integrative Health (NCCIH): Meditation and Mindfulness: What You Need To Know
  3. NCCIH: Yoga: What You Need To Know
  4. Wikipedia: Guna · Klesha · Samadhi · Yogasutra
  5. TelefonSeelsorge Deutschland: telefonseelsorge.de · Die Dargebotene Hand: 143.ch
  6. Samadhana Ayurveda & Yoga: Transformations-Training · Biographie · Seminare
  7. Dr. Rolf-Peter Adam: Skript und Flyer „Transformations-Training“ · Lehrskript „Ayurveda-Psychologie & Yoga-Weg“ (2012) · Skript „Erweiterte Sichtweisen“ (2024) · Lehrblätter, Diagramm „Die Weltenvirusdosis“, Brief auf Samadhana-Briefkopf – der Redaktion zur Verfügung gestellt

Dieser Beitrag ist ein gekennzeichneter Partnerbeitrag in Zusammenarbeit mit Samadhana Ayurveda & Yoga. Aussagen über Lehre, Methode und Werdegang stammen aus den Unterlagen und der Website des Partners und sind als solche gekennzeichnet. Der Artikel ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Beratung, Diagnose oder Behandlung.

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